Neuer Altertümer-Minister fordert besseren Schutz für antike Stätten

18. Juni 2014, 15:13
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Mamdu al-Damati will durch Modernisierung und höhere Sicherheit Touristen zurückholen

Kairo - Der neue ägyptische Minister für Altertümer, Mamdu al-Damati, will die Museumslandschaft in seinem Land modernisieren. Auch die antiken Stätten und Monumente im Land sollten besser geschützt werden, sagte al-Damati, wie die Zeitung "Al-Ahram" berichtete. Beides sei notwendig, um das Land wieder für Touristen attraktiv zu machen.

Der 52-Jährige war am Dienstag als einer von 14 neuen Ministern von Präsident Abdel Fattah al-Sissi in Kairo vereidigt worden. Er löst seinen umstrittenen Vorgänger Mohammed Ibrahim ab. Kritiker warfen Ibrahim vor, er tue zu wenig für Sicherheit der Monumente in Ägypten. Auch der Vor-Vorgänger im Amt, Zahi Hawass, war umstritten: In Deutschland wurde der einstige Altertümer-Minister mit der Forderung nach Rückgabe der Nofretete-Büste als "Nofretete-Jäger" bekannt.

Al-Damati lehrt seit 2006 als Professor der Ägyptologie unter anderem an der Ain-Schams-Universität in Kairo. Davor war er Leiter des Ägyptischen Museums in Kairo und zudem seit 2011 Kulturattaché der ägyptischen Botschaft in Berlin. Al-Damati hat in Kairo, Köln und Trier Ägyptologie studiert. (APA/red, derStandard.at, 18. 6. 2014)

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