Aus für Rotlichtviertel in Indonesien

18. Juni 2014, 12:08
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Prostituierte protestierten

Jakarta - Einer der größten Rotlichtbezirke Südostasiens steht vor der Schließung. In dem Viertel "Dolly" nahe der Millionenstadt Surabaya auf der Insel Java protestierten am Mittwoch Hunderte Prostituierte und Bordellbesitzer.

Bei einer Kundgebung, bei der auch Reifen angezündet wurden, riefen sie: "Sexarbeiter werden nicht besiegt." Das berichteten Anrainer. Die Polizei war mit etwa 1.000 Beamten ausgerückt. "Wir wollen keine Zusammenstöße", sagte Polizeisprecher Awi Setiono.

Bürgermeisterin Tri Rismahani wollte das Gelände am Abend schließen. Die Stadt hat den rund 1.200 dort arbeitenden Frauen ein Übergangsgeld und eine Ausbildung angeboten. Kritiker meinen, die Schließung des Viertels treibe die Prostitution nur in der Untergrund.

Prostitution ist im überwiegend muslimischen Indonesien verboten. Rotlichtviertel werden aber in vielen Städten seit Jahren toleriert. (APA, 18.6.2014)

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