Demonstrationen und Öffi-Einschränkungen bei Erdogan-Besuch in Wien

18. Juni 2014, 13:04
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Zwei Kundgebungen offziell angemeldet, laut Polizei keine Pro-Erdogan-Demo geplant

Wenn der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag in der Albert-Schultz-Halle in Wien-Donaustadt vor seine Anhänger tritt, werden zwei Demonstrationen seiner Kritiker durch die Stadt führen.

Das sind die einzigen Kundgebungen, die der Polizei angemeldet wurden, wie Polizeisprecher Roman Hahslinger am Mittwoch zu derStandard.at sagte. Eine Pro-Erdogan-Demonstration wird es deshalb offiziell nicht geben. Ausschreitungen könne man nicht ausschließen, sagte Hahslinger, deshalb werden auch "ein paar Hundert" Polizisten bei den Kundgebungen anwesend sein.

Route der beiden angemeldeten Demonstrationen.

Zwei Kundgebungen

Die größere Demonstration wird von einem Bündnis mehrerer türkischer und österreichischer Vereine organisiert, es werden etwa 10.000 Teilnehmer erwartet. Die Route führt ab 16 Uhr vom Praterstern über die Reichsbrücke bis zur Siebeckstraße - also in die Nähe der Albert-Schultz-Halle.

Die zweite Kundgebung startet um 14 Uhr vor der Oper und führt in den Sigmund-Freud-Park vor der Votivkirche. Dieser Demonstrationszug wurde vom Verein zur Förderung des Gedankenguts von Kemal Atatürk angemeldet, man erwartet etwa 1.000 Personen.

Öffi-Einschränkungen

Im Zuge der Demonstrationen kommt es auch zu Einschränkungen bei den öffentlichen Verkehrsmittel. Die Wiener Linien empfehlen den Besuchern der Erdogan-Veranstaltung in einer Aussendung, mit der U1 anzureisen und für die An- und Abreise mehr Zeit einzuplanen.

Von circa 10.30 bis voraussichtlich 20 Uhr werden die Linien 22A, 26A, 27A, 93A und 94A kurzgeführt oder abgelenkt. Die Linie 25 kann nur bis etwa 10 Uhr verkehren. Auf sicherheitspolizeiliche Anordnung hin wird bei der U-Bahn-Linie U1 die Station Kagran ab etwa 13 Uhr durchfahren. (red, derStandard.at, 18.6.2014)

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