Graz: "Man sieht keinen Baukran"

18. Juni 2014, 13:18
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ÖWG-Chef Krainer über fehlenden Wohnbau in Graz

Wien/Graz – Wien mag ein Problem mit zu geringem Wohnbau haben, doch Graz ist noch viel schlechter dran. Das behauptete zumindest Christian Krainer, Geschäftsführer der ÖWG Wohnbau, in seinem Referat beim Wohnsymposium. "Der Großraum Graz hat ein noch größeres Bevölkerungswachstum als Wien. Wir brauchen 40.000 neue Wohnungen, und bauen 1400 derzeit steiermarkweit."

Schuld seien zu geringe Investitionen in die Infrastruktur und viel zu lange Bewilligungsverfahren. "Wir verlieren zwei bis drei Jahre in jedem Bauverfahren." Die Folge sei zu sehen, wenn man vom Schlossberg auf die Stadt schaut. "Man sieht keinen Baukran, die Stadt floriert nicht."

Negativbeispiel Reininghausgründe

Ein "Beispiel, wie man es nicht machen soll", seien die Reininghausgründe, wo nach sieben Jahren Streit die ersten Grundstücke an Investoren angebracht worden sind. "Aber von Infrastruktur ist weit und breit keine Spur", sagt Krainer. "Kein Kanal, keine Energieversorgung, keine Bebauungspläne. Die Braut ist schon so gut geschminkt, dass man mit einmal Klatschen sieht, wie alt sie ist." (ef, DER STANDARD, 18.6.2014)

  • Christian Krainer (ÖWG Wohnbau): "Graz floriert nicht."
    foto: robert newald

    Christian Krainer (ÖWG Wohnbau): "Graz floriert nicht."

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