Südländer und Balten haben die längsten Sommerferien

18. Juni 2014, 10:32
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Österreich liegt ferienmäßig im Mittelfeld, Türken und Letten haben 13 Wochen schulfrei

Wien - Die Schüler in Südeuropa und im Baltikum können sich im Europa-Vergleich über die längsten Sommerferien freuen. Das zeigt ein Blick in die Bildungsdatenbank Eurydice. Demnach haben etwa die Kinder und Jugendlichen in der Türkei und in Lettland 13 Wochen frei, ihre Kollegen in Italien, Estland und Litauen zwölf bis 13 Wochen, die Portugiesen, Malteser und Rumänen zwölf Wochen.

Je jünger, desto länger

Einen Sonderfall stellt außerdem Bulgarien dar: Dort ist die Dauer der Schulferien je nach Schulstufe unterschiedlich - die Jüngsten haben sogar bis zu 16 Wochen frei. Die älteren Schüler müssen dagegen wie die Österreicher mit neun Wochen auskommen. Auch in anderen Staaten gibt es je nach Schulstufe oder Region unterschiedliche Feriendauern.

Längere Sommerferien als die österreichischen Schüler haben außerdem noch die Spanier und Isländer (elf bis zwölf Wochen), die Griechen (zehn bis zwölf), die Iren (neun bis zwölf), die Kroaten, Ungarn, Mazedonier und Montenegriner (elf), die Finnen (zehn bis elf), Zyprioten (neun bis elf) sowie Schweden und Slowenen (zehn).

Herbstferien als Ersatz

Wie in Österreich neun Wochen Ferien gibt es in Belgien, Tschechien, Polen, der Slowakei und Nordirland. Weniger Urlaub haben dagegen die Franzosen, Luxemburger, Norweger (acht Wochen), Briten, Dänen und Liechtensteiner (sechs). Starke regionale Staffelungen gibt es in Deutschland und der Schweiz: In Deutschland sind im Regelfall sechs Wochen frei, in der Schweiz reicht die Spanne von drei Wochen im Kanton Aargau bis zehn Wochen im Tessin. Die meisten Kantone haben dabei fünf oder sechs Wochen frei.

Kleiner Trost: Je kürzer die Sommerferien, desto länger sind die Auszeiten für die Schüler des betreffenden Landes bzw. der Region unter dem Schuljahr. So gibt es etwa in vielen deutschen Ländern und Schweizer Kantonen ausgedehnte Herbstferien. (APA, 18.06.2014) 

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