Dröges Remis zwischen Russland und Südkorea

18. Juni 2014, 01:47
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In Cuiaba lieferten sich die Anwärter auf Platz zwei in Gruppe H ein zahmes 1:1 in einem Match mit wenigen Höhepunkten

Russland und Südkorea haben sich am Dienstag in Gruppe H der Fußball-WM 1:1 (0:0) getrennt. Vor den Augen von Teamchef Marcel Koller erzielten in Cuiaba die eingewechselten Alexander Kerschakow (74.) und Lee Keun-ho (68.) die Treffer. Beim Tor der Südkoreaner patzte Goalie Igor Akinfejew im Tor der Russen fürchterlich.

Damit wurden bereits zehn Treffer im Turnier von Einwechselspielern erzielt. Zum Auftakt der Gruppe hatte sich Belgien gegen Algerien 2:1 (0:1) durchgesetzt. Am Sonntag folgen die Partien Belgien - Russland und Südkorea - Algerien.

Spätstarter

Mit Russland und Südkorea stiegen die letzten zwei der 32 Teams ins Turnier ein. Und das, obwohl wenige Stunden davor Brasilien und Mexiko bereits ihren zweiten Auftritt hinter sich gebracht hatten.

Die Partie war lange von Disziplin und Vorsicht geprägt. Südkoreas Son Heung-min tankte sich einmal durch die russische Defensive, schoss aber aus 16 Metern übers Tor (10.). Die Russen, das einzige WM-Team ohne Legionär im Kader, hatten 30 Minuten offensiv gar nichts zu bieten. Dann feuerte Sergej Ignaschewitsch aus großer Distanz einen Freistoß ab, mit dem Tormann Jung Sung-Ryong Probleme hatte (31.).

Kurz kam Schwung in die Partie, Juri Schirokow (33.) bzw. Koo Ja-cheol (34.) und Son (39.) vergaben weitere Möglichkeiten. Dennoch verabschiedeten die 36.000 Zuschauer die Akteure mit einem Pfeifkonzert in die Pause.

Akinfejew patzt mehrmals

Die zweiten 45 Minuten begannen vergleichsweise lebhaft. Wasili Beresuzki fand für Russland eine gute Kopfballchance vor (46.). Akinfejew hatte Riesenglück, dass eine Serie von Unsicherheiten bei Fernschüssen von Koo (50.), Ki Sung-yueng (51.) und Kim Youn-gwon (57./Freistoß) zunächst ohne Folgen blieben.

Doch Akinfejews rabenschwarzer Tag setzte sich fort. Der kurz davor eingewechselte Lee Keun-ho wurde nicht attackiert und versuchte aus der Distanz sein Glück. Der harmlose Schuss ging zentral Richtung Akinfejew, der den Ball fangen wollte, ihn aber durch die Finger rutschen und über den Kopf hinweg ins Tor ließ (68.).

Joker-Freuden

Aber auch Russlands Teamchef Fabio Capello hatte ein Ass im Ärmel. Nach einem Getümmel im Strafraum war der drei Minuten davor ins Spiel gebrachte Kerschakow zur Stelle und glich zum 1:1 aus (74.). Im Finish war Russland dem Sieg etwas näher, beide Teams nahmen aber nicht mehr allzu viel Risiko. (APA, 18.6.2014)

WM 2014, Gruppe H, Dienstag

Russland - Südkorea 1:1 (0:0)
Cuiaba, 36.000 Zuschauer, SR Pitana (ARG)

Torfolge:

0:1 (68.) Lee Keun-ho

1:1 (74.) Kerschakow

Russland: Akinfejew - Jeschtschenko, Beresuzki, Ignaschewitsch, Kombarow - Gluschakow (72. Denisow), Faisulin - Samedow, Schatow (59. Dsagojew), Schirkow (71. Kerschakow) - Kokorin

Südkorea: Jung - Lee Yong, Hong Jeong-ho (73. Hwang Seok-ho), Kim Youn-gwon, Yun - Ki, Han - Lee Chung-yong, Koo, Son (84. Kim Bo-kyung) - Park Chu-young (56. Lee Keun-ho)

Gelbe Karten: Schatow bzw. Son, Ki, Koo

  • Kein Glanzstück des Igor Akinfejew beim 0:1 für Südkorea. Seine Kameraden bügelten es aus.
    foto: ap

    Kein Glanzstück des Igor Akinfejew beim 0:1 für Südkorea. Seine Kameraden bügelten es aus.

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