London kündigt Wiedereröffnung seiner Botschaft im Iran an

17. Juni 2014, 12:07
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Beziehungen waren 2011 nach Sturm auf Vertretung abgebrochen worden

London - Die britische Regierung will ihre Botschaft im Iran nach zweieinhalbjähriger Schließung wieder eröffnen. Die Bedingungen für den Schritt seien gegeben, erklärte der britische Außenminister William Hague am Dienstag in einem Schreiben an das Parlament. Das habe er am Samstag mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammad Javad Zarif besprochen.

Es sind laut Hague allerdings noch "eine Reihe praktischer Fragen" zu klären, bevor der Schritt tatsächlich erfolgen könne. "So bald wie möglich" solle die Vertretung in Teheran aber mit einem zunächst kleinen Personalkontingent wieder geöffnet werden. Hague verwies dabei darauf, dass der Iran "ein wichtiges Land in einer unsteten Region" sei.

London hatte im November 2011 die Beziehungen zum Iran abgebrochen, nachdem regierungsnahe Demonstranten die Vertretung nach der Verhängung weiterer Sanktionen wegen des iranischen Atomprogramms gestürmt hatten. Nach mehr als zwei Jahren nahmen beide Länder im Februar wieder direkte diplomatische Beziehungen auf. Um diese komplett zu normalisieren, müssen beide Länder noch Botschafter entsenden.

Der Iran und Großbritannien hatten sich seit dem Amtsantritt des moderaten Präsidenten Hassan Rohani im August wieder angenähert. Zuletzt sorgten auch Fortschritte bei den Verhandlungen über Irans Atomprogramm für Entspannung im Verhältnis zu Teheran. Angesichts des Vorrückens der Jihadisten im Irak hatte der Iran der bedrängten Regierung in Bagdad zudem Hilfe angeboten. Dazu gab es am Montag am Rande der Wiener Atomverhandlungen auch erstmals offizielle Gespräche mit den USA. (APA, 17.6.2014)

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