USA und Iran sprachen in Wien über Irak-Krise

17. Juni 2014, 00:23
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Militärkooperation "keine Option" - Offenbar "kein spezifisches Ergebnis"

Washington/Wien/Teheran - US-amerikanische und iranischer Vertreter haben am Rande der Wiener Atomverhandlungen über die Irak-Krise gesprochen. Es habe am Montag separate Gespräche dazu gegeben, sagten informierte Kreise in Washington.

Die Kreise Sprache unter der Bedingung der Anonymität und lehnten es ab, nähere Angaben zu den Irak-Verhandlungen zu machen. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums lehnte einen Kommentar zu dem Thema ab.

"Desaströse Situation"

Ein iranischer Vertreter erklärte, man habe die "desaströse Situation" im Irak diskutiert, es habe aber "kein spezifisches Ergebnis" gegeben. Eine militärische Kooperation mit den USA im Irak sei nicht debattiert worden und sei auch "keine Option".

In Wien begann am Montagnachmittag in Wien eine neue Runde der Verhandlungen über das umstrittene, iranische Atomprogramm. Dabei stehen die USA und die vier anderen UNO-Vetomächte sowie Deutschland (5+1-Gruppe) dem Iran gegenüber.

Städte erobert

Kämpfer der Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und in der Levante (ISIL) haben mehrere Städte und Regionen im Norden des Irak erobert. Der iranische Präsident Hassan Rohani schloss daraufhin am Samstag nicht aus, mit dem Erzfeind USA gegen die sunnitischen Jihadisten zu kooperieren.

Die USA haben eine militärische Zusammenarbeit mit dem Iran gegen die ISIL ausgeschlossen. Das Weiße Haus, das Pentagon und das US-Außenministerium teilten am Montag übereinstimmend mit, dass es keine Pläne gebe, sich über solch ein Vorgehen mit Teheran abzustimmen. "Wir sprechen nicht darüber, militärische Handlungen im Irak mit dem Iran zu koordinieren", sagte etwa die Sprecherin im US-Außenamt, Jen Psaki. Stattdessen seien ähnliche Gespräche möglich, wie Washington und Teheran sie zuvor mit Blick auf Afghanistan geführt hätten.  (APA/Reuters/, 17.6.2014)

  • Irakische Soldaten sichern ein Grenzgebiet zwischen Kerbala und Anbar.
    foto: reuters/muhammed

    Irakische Soldaten sichern ein Grenzgebiet zwischen Kerbala und Anbar.

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