Sechs weitere Genregionen mit Einfluss auf Lungenfunktion identifiziert

16. Juni 2014, 16:46
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Ergebnisse umfangreicher genomweiter Assoziationsstudien veröffentlicht

Neuherberg - Ein internationales Forscherteam hat in einer Analyse mehrerer Genom-Studien sechs Genregionen identifiziert, die mit der Funktion der Lunge in Zusammenhang stehen. Ihre Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature Genetics" veröffentlicht.

In sogenannten genomweiten Assoziationsstudien verglichen die Wissenschafter das genetische Profil der Studienteilnehmer mit der forcierten Vitalkapazität (FVC), einem Volumen-Parameter der Lungenfunktion. Sechs Genorte zeigten dabei eine deutliche Assoziation mit FVC-Werten. Für diese Gene wird außerdem eine Beteiligung an der Lungenentwicklung bzw. bestimmten Lungenerkrankungen vermutet.

85.000 Teilnehmer aus 35 Studien

Die identifizierten Gene würden neue molekularbiologische Ansätze ermöglichen, um die Entwicklung der Lunge sowie Heilungs- und Umbauprozesse bei der Krankheitsentstehung besser zu verstehen, so Holger Schulz, Leiter der Arbeitsgruppe Lungenepidemiologie am Helmholtz Zentrum München (HMGU).

"Die Ergebnisse liefern die Grundlage, um Lungenerkrankungen detailliert zu erforschen und den Zusammenhang von Genetik, Lungenfunktion und Anfälligkeit für Atemwegserkrankungen aufzuklären", so Schulz. Die Forscher haben dafür Daten von insgesamt 85.170 Teilnehmern aus 35 Kohortenstudien analysiert. (red, derStandard.at, 16.6.2014)

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