Wortreflexionen über das Grauen

16. Juni 2014, 17:27
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23 Autoren hinterfragen den Ersten Weltkrieg aus internationaler Sicht - Am Mittwoch im Literaturhaus in Salzburg

Das Netzwerk der Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat 23 Autoren eingeladen, den Ersten Weltkrieg aus der Sicht ihrer jeweiligen Wohnorte - von Glasgow bis Moskau und von Helsinki bis Sarajevo - zu hinterfragen. Diese Texte, die davon handeln, was die Menschen 1914 vor Ausbruch des Krieges bewegt hat, was sie in Zeitungen lesen konnten, was sie gedacht, geschrieben und privat er-lebt haben, versammelt Band 254 der Literaturzeitschrift Die Horen (Wallstein-Verlag) - Titel: Mit dieser Welt muss aufgeräumt werden.

Unter den Autoren finden sich etwa Marcel Beyer, Katrin Seddig, der Salzburger Karl-Markus Gauß, Julya Rabinowich (Wien), Bettina Balàka (Graz), der Bosnier Dzevad Karahasan sowie A. L. Kennedy (Glasgow) und Andrea Molesini (Rom). Die beiden Letzteren stellen ihre Texte nun in Salzburg vor.

Alison Louise Kennedy wurde 1965 in Dundee geboren, ihre Romane zeichnen sich durch einen unkonventionellen Mix aus Realismus und Fantasie aus. 2007 hat sie mit Day einen Antikriegsroman über einen Bomberheckenschützen vorgelegt, der von den Schrecken und Gräuel des Zweiten Weltkriegs verfolgt wird. A. L. Kennedy stellt ihren Beitrag Die Jahreswende vor.

Danach präsentiert der Venezianer Andrea Molesini Vorahnung. Venedig 1914. Die letzten Julitage. Bereits im Debütroman Zu lieben und zu sterben erzählte er eine Geschichte von 1917, die von Patriotismus, Pflichterfüllung, Kriegsgräuel, Stolz und Leidenschaft handelt. (dog, DER STANDARD, 17.6.2014)

18. 6., Salzburg, Literaturhaus, 20.00. 0662/42 24 11

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