Industriestudie warnt vor explodierenden Pensionskosten

16. Juni 2014, 15:26
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Arbeiterkammer sieht "Halbwahrheiten"

Wien - Die wirtschaftsliberale Initiative Agenda Austria sieht die Pensionskosten explodieren. Eine Studie des "Think-Tank" hat ergeben, dass ohne weitere Korrekturen die staatlichen Belastungen massiv ansteigen würden oder die Pensionisten mit deutlich sinkenden Bezügen zu rechnen hätten.

Würden nur die Reformen der Koalition umgesetzt, würden gemäß der Studie die Pensionsbeiträge der Arbeitnehmer innerhalb von 30 Jahren um mehr als die Hälfte auf 36 Prozent des Bruttolohns steigen. Alternativ bekäme ein Pensionist ein Drittel weniger Rente oder aber der Zuschuss aus dem Budget stiege auf das Dreifache des heutigen Niveaus.

Arbeiterkammer reagiert verschnupft

Sinnvoller wäre für die Forscher eine Umsetzung des schwedischen Systems, wo bei Pensionsantritt die angesammelte Summe durch die Zahl der noch zu erwarteten Lebensjahre diktiert wird. Dieses würde von den berechneten Modellen am ehesten dafür sorgen, dass die Kosten stabil gehalten werden könnten.

In der Arbeiterkammer reagiert man auf die Studie verschnupft: "Was wir nicht brauchen, ist ein neoliberales Institut, das mit immer gleichen Halbwahrheiten versucht massive Verschlechterungen herbeizureden", schreibt AK-Präsident Rudolf Kaske in einer Aussendung.

Diese Vorschläge würden letztlich auf ein System ohne Bundesbeitrag und damit auf drastische Pensionskürzungen und/oder eine massive Anhebung des Pensionsalters vor allem für die heute Jüngeren hinauslaufen.

Gut gefiel die Agenda Austria-Studie der Jungen Industrie. Bundesvorsitzende Therese Niss warb für ein Pensionsmodell, bei dem nur noch das als Pension ausgezahlt wird, was selbst erarbeitet wurde - ergänzt um eine Ausgleichszulage, also eine Art Mindestpension. (APA, 16.6.2014)

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