Kritik an neuen AGB: "Minecraft"-Macher "schlimmer als EA"

16. Juni 2014, 14:35
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Spielerfinder Markus Persson verteidigt Änderungen

Eine Änderung an den Nutzungsvereinbarungen des Open-World-Sandkastens "Minecraft" hat zu Empörung in der Community des Spiels geführt. Dem Sturm der Entrüstung tritt nun der Erfinder des Spieles, Markus "Notch" Persson entgegen.

Missverständnis

Dabei dürfte die Angelegenheit zumindest zum Teil auf einem Missverständnis basieren. Ein Mitarbeiter der "Minecraft"-Entwickler von Mojang beantwortete eine Anfrage auf Reddit und stellte fest, dass niemand "Geld mit 'Minecraft' ohne unserer Erlaubnis" machen dürfe. Diese Aussage führte dazu, dass einige Serverbetreiber annahmen, den Zugang gar nicht kostenpflicht anbieten zu dürfen.

Tatsächlich lässt sich die entsprechende Stelle im EULA auch so auslegen, gemeint ist sie jedoch anders. "Man kann Geld für den Betrieb von Servern verlangen, aber nicht für Gameplay-Features", erklärte Persson dazu auf Twitter. Dazu sei dies ohnehin noch nie erlaubt gewesen, betont er. "Ein paar Leute haben sogar behauptet, wir wären schlimmer als EA", zitiert Eurogamer.

Gameplay-Features nicht monetarisierbar

In einer Auflistung häufig gestellter Fragen versucht Mojang auf seiner Website darzulegen, auf welchem Wege "Minecraft" monetarisiert werden kann, und auf welchem nicht. Alles, was sich nur kosmetisch auf das Spiel auswirkt – etwa Kleidung oder Haustiere – darf verkauft werden. Waffen, Heiltränke, Monster und dergleichen jedoch nicht, da allen Spielern alle Gameplay-Funktionen zu den gleichen Bedingungen offen stehen sollen. Ebenfalls verboten sind eigene Ingame-Währungen, die kostenpflichtig erworben werden müssen.

Im Vergleich zu den vorherigen Nutzungsbedingungen seien die neuen sogar "freizügiger", so Persson weiter., da es neue Ausnahmen gäbe. Trotzdem würden immer noch viele verlangen, dass man zu den alten AGB zurückkehre, was ihn "traurig" mache. (red, derStandard.at, 16.06.2014)

  • Eine Stelle der "Minecraft"-Nutzungsbedingungen hat ein gar "explosives" Missverständnis ausgelöst.
    foto: mojang

    Eine Stelle der "Minecraft"-Nutzungsbedingungen hat ein gar "explosives" Missverständnis ausgelöst.

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