Gurkenglasaktion der Caritas gegen Hunger in Krisengebieten

16. Juni 2014, 12:19
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Österreicher sollen für Bedürftige in Syrien, dem Südsudan und Westafrika Kleingeld sammeln

Wien - Gegen Hungerkatastrophen in Krisengebieten wie Syrien, dem Südsudan und Westafrika hat die Caritas nun eine sogenannte Gurkenglasaktion gestartet. Die Österreicher sollen über den Sommer in leeren Gurkengläsern Kleingeld sammeln. Bis zum Ende der heißen Jahreszeit sollen so 100.000 Euro lukriert werden, hieß es am Montag in einer Aussendung.

Laut Caritas stirbt weltweit alle zehn Sekunden ein Kind an Hunger und Unterernährung. Rund 842 Millionen Menschen leiden an Hunger. Millionen Mütter und Väter wissen nicht, wie sie ihren Kindern genügend zu essen geben können.

Kinder von Geburt an unterernährt

Besonders dramatisch stellt sich die Situation beispielsweise in Syrien dar. Mehr als neun Millionen Menschen mussten das Land verlassen und flüchten. Meist Frauen und Kinder, bepackt nur mit dem, was sie tragen können. Rund eine Million Kinder in belagerten Gebieten sind von Hilfe abgeschnitten und ohne ausreichend Nahrungsmittel. In Westafrika müssen Millionen Menschen nach verheerenden Dürreperioden Hunger leiden. Hunderttausende Kinder sind dadurch von Geburt an unterernährt.

Mit den 100.000 Euro "können rund 6.500 Kinder in Westafrika und Syrien vom Hunger befreit werden", sagte Caritas Auslandshilfegeneralsekretär Christoph Schweifer. "Schon mit sieben Euro monatlich kann ein Kind mit Lebensmitteln versorgt werden - mit 14 Euro sogar zwei." Prominente Unterstützer der Aktion sind Konfitüren- und Gemüsedelikatessen-Hersteller Hans Staud, die Schauspieler Cornelius Obonya und Ramesh Nair sowie die Ex-Nationalteamspieler und ORF-TV-Experten Roman Mählich und Helge Payer. (APA, 16.6.2014)

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