Acht mutmaßliche Islamisten in Spanien festgenommen

16. Juni 2014, 09:47
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Angeblich Verbindungen zur Extremistengruppe ISIS

Madrid - Die spanische Polizei hat bei einer Razzia acht mutmaßliche Islamisten mit Verbindungen zu der Extremistengruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) festgenommen. Wie das Innenministerium in Madrid am Montag mitteilte, wurde die Gruppe von einem früheren Häftling des US-Gefangenenlagers Guantanamo angeführt.

Sie soll demnach Kämpfer für die Jihadisten-Gruppe ISIS angeworben haben, um im Irak und im syrischen Bürgerkrieg zu kämpfen. Es habe zwölf Durchsuchungen gegeben, der Einsatz dauere am Montag weiter an. ISIS verbreitet zurzeit mit ihrem Vormarsch im Irak Angst und Schrecken.

Anführer war Ex-Guantanamo-Häftling

Nach Angaben des Innenministeriums war der Anführer der Gruppe im Jahr 2001 in Afghanistan festgenommen und in dem umstrittenen US-Gefangenenlager auf Kuba inhaftiert worden, bevor er nach seiner Freilassung nach Spanien kam. Nach Informationen der Online-Ausgabe der Zeitung "El Pais" stammten die festgenommenen Verdächtigen aus Marokko, Spanien und Argentinien.

Es besteht seit langem die Sorge, dass sich frühere Guantanamo-Häftlinge nach ihrer Freilassung erneut islamistischen Gruppen anschließen. In den vergangenen Jahren wurden in Spanien wiederholt Netzwerke zur Rekrutierung von Kämpfern für islamistische Gruppen zerschlagen, zuletzt im Mai in der spanischen Exklave Melilla im Norden Marokkos. (APA, 16.6.2014)

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