Spurs beenden Mission, holen fünften Titel 

16. Juni 2014, 09:33
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104:87-Sieg in San Antonio entscheidet Serie im fünften Spiel - Miamis dritter Championship in Folge verhindert

San Antonio (Texas) - Die San Antonio Spurs sind zum fünften Mal NBA-Champion. Im fünften Spiel gegen Titelverteidiger Miami Heat feierten die Texaner am Sonntag einen klaren 104:87-(47:40)-Heimsieg und gewannen damit die "best of seven"-Serie 4:1. Miami verpasste dadurch seinen dritten Meistertitel in Serie.

San Antonio startete schwach in die fünfte Finalpartie. Nach sieben Minuten lagen die Spurs bereits 6:22 zurück, ehe sie eine fulminante Aufholjagd starteten. Zur Pause hatte das Heimteam das Match bereits gewendet und lag mit sieben Punkten Vorsprung in Front. Und nach dem dritten Viertel und der 77:58-Führung San Antonios war die Partie praktisch entschieden. Danach spielten die Texaner den Titel locker nach Hause.

Die Spurs nahmen somit erfolgreich Revanche für die hauchdünn verlorene Finalserie im Vorjahr gegen die Heat, die sich damals erst nach einem Entscheidungsspiel 4:3 durchgesetzt hatte. "Es ist unglaublich, diesen Titel zu gewinnen nach dem, was im Vorjahr passiert ist. Diese Niederlage beschäftigt mich noch immer, so etwas kann man unmöglich vergessen", erklärte Spurs-Legende Tim Duncan. "Deshalb hatten wir vom ersten Spieltag weg nur ein Ziel: wieder das Finale erreichen und Miami dieses Mal zu besiegen."

Über eine Dekade Dominanz

Der 38-jährige Center war wie Trainer Gregg Popovich bei allen Meisterschaftsgewinnen der Spurs dabei und schon bei den Titeln 1999, 2003, 2005 und 2007 eine Schlüsselfigur gewesen. "Ich weiß, dass meine Karriere langsam zu Ende geht und ich vielleicht nie wieder so einen Moment wie heute erleben werde. Das ist ein wirklich emotionaler Tag für mich", sagte Duncan, der als erster NBA-Profi in drei verschiedenen Jahrzehnten zu Titelehren gekommen ist.

Mittlerweile hat ihm aber der 32-jährige Franzose Tony Parker den Rang als Spurs-Teamleader abgelaufen. "Ich denke, das war der beste Basketball, den wir in den vergangenen fünf, sechs Jahren gespielt haben. Vor allem die beiden Spiele in Miami, wo wir zweimal mit mehr als 15 Punkten gewonnen haben", erinnerte Point Guard Parker auch an die beiden Glanzleistungen zuvor bei den Auswärtsspielen in Florida.

Teambasketball vom Allerfeinsten

Bester Werfer bei San Antonio war aber der erst 22-jährige Small Forward Kawhi Leonard mit 22 Punkten. Er wurde auch zum wertvollsten Spieler ("MVP") der Finalserie gekürt. Bei Miami markierte Superstar LeBron James 31 Zähler. Dahinter klaffte ein riesiges Loch, zweitbester Heat-Werfer war Center Chris Bosh mit 13 Zählern.

"Wir haben im ersten Viertel sehr gut begonnen, doch dann waren sie besser als wir und sind deshalb verdient Meister geworden. Sie waren einfach das viel bessere Team und haben uns gezeigt, wie man Basketball spielen muss - selbstlos", betonte James, dass es auf das Kollektiv und nicht individuelle Fähigkeiten ankommt. "Es ist eine große Enttäuschung", meinte Heat-Trainer Erik Spoelstra. "Ein Gefühl wie dieses ist ein unglaublich leeres Gefühl."

San Antonio ist hinter den Boston Celtics (17), Los Angeles Lakers (16) und Chicago Bulls (6) die Nummer vier in Sachen NBA-Titelgewinnen. Die texanische Franchise war 1967 als Dallas Chaparrals in der American Basketball Association (ABA) gegründet worden, ehe sie 1973 nach San Antonio umzog. (APA, 16.6.2014)

NBA-Finals Game 5:

San Antonio Spurs - Miami Heat 104:87 (47:40). Endstand der Serie: 4:1 - San Antonio damit zum fünften Mal nach 1999, 2003, 2005 und 2007 NBA-Champion

  • Keine Frage: Die Spurs sind das beste Team seit den Chicago Bulls mit MJ. Die Lakers haben zwar auch fünf Meisterschaften geholt, sind aber nicht so ein Dauerbrenner wie San Antonio: 17 Jahre in Folge in den Playoffs und immer mindestens 50 Saisonsiege (mit Ausnahme der Lockout-season 1999). Chapeau!
    foto: reuters/mike stone

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    Die Highlights

  • Unfassbar! Posterized! Ginobili fetzt in Chris Boshs Gesicht.
    foto: a

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  • Konsterniert, kaputt: Dwayne Wade und Jesus Shuttlesworth (v. l.) haben vielleicht keine Chance mehr auf einen Titel. "The King" Lebron James wird freilich zurückkommen.
    foto: ap/phillip

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