Airbus gründet Raumfahrt-Joint-Venture

16. Juni 2014, 13:14
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Unternehmen wollen sich gegen Konkurrenz aus den USA rüsten

Toulouse - Die europäischen Raumfahrtkonzerne Airbus und Safran wollen den USA beim Geschäft mit Trägerraketen mit einem Gemeinschaftsunternehmen die Stirn bieten. Ziel des Joint Ventures sei, Lösungen zu niedrigeren Preisen anzubieten, erklärte Airbus am Montag. Dafür bündelten die Unternehmen ihr Geschäft mit Trägersystemen (Airbus) und Antriebssystemen (Safran).

Die beiden Konzerne werden demnach je zur Hälfte beteiligt sein. Das Gemeinschaftsunternehmen soll die Raketen Ariane 5 und Ariane 6 weiterentwickeln.

Airbus-Konzernchef Tom Enders hatte in einem Reuters-Interview einen Umbau der europäischen Raumfahrtbranche und größere Mitspracherechte für die Industrie gefordert. Andernfalls werde man auf dem 6,5 Milliarden schweren Markt in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Die europäischen Unternehmen stehen unter Druck, weil das US-Unternehmen Space Exploration Technologies (SpaceX) Satelliten zu günstigeren Preisen in den Orbit befördern kann. Hinter der Firma steht der Geschäftsmann Elon Musk, der sich auch mit dem Elektroautohersteller Tesla Motors einen Namen gemacht hat.

Der Chef der französischen Raumfahrtbehörde CNES, Jean-Yves Le Gall, sagte über das neue Gemeinschaftsunternehmen, mit dem Projekt werde die Zukunft der Ariane-Raketen gesichert. "Es ist die europäische Antwort auf SpaceX." (APA, 16.6.2014)

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