Solactive European Buyback-Index

16. Juni 2014, 09:26
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Aktien in Rückkaufprogrammen mit hohem Steigerungspotenzial

Wenn eine Aktiengesellschaft über ausreichende Mittel verfügt und eigene Aktien zurückkauft, dann erweckt dies häufig die Aufmerksamkeit professioneller Investoren und ambitionierter Privatanleger. Darüber hinaus darf davon ausgegangen werden, dass die Gesellschaften ihren Wissensvorsprung über interne Vorgänge innerhalb ihres Konzerns mittels der Rückkaufprogramme ausnützen wollen.

Im historischen Vergleich entwickelten sich die Kurse von Aktien mit Rückkaufprogrammen wesentlich besser, als die Kurse vergleichbarer Unternehmen, bei denen kein Aktienrückkauf stattfand. Obwohl sich Ereignisse der Vergangenheit – vor allem in der Finanzwelt – keinesfalls auch in Zukunft fortsetzen müssen, erscheint es aus logischer Sicht als wahrscheinlich, dass diese Outperformancechancen auch in Zukunft bestehen werden.

Um auch Privatanlegern den einfachen Zugang zu dieser (in der Vergangenheit) lukrativen Anlagestrategie zu ermöglichen, stellte der Indexanbieter Solactive einen Index zusammen, der die aussichtsreichsten Aktien in Westeuropa, bei denen in den letzten zwei Monaten ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt wurde, beinhaltet.

Britisches Übergewicht

Der Index wurde am 27.2.14 von Solactive lanciert. Die Berechnung des Solactive European Buyback-Index startete am 28.11.08 bei einem Indexstand von 1.000 Punkten. Mittlerweile notiert der Index im Bereich von 3.200 Punkten.

Die bis zu 50 im Index befindlichen Aktien teilen sich zu 45 Prozent auf Large Caps, zu 29 Prozent auf Mid Caps sowie zu 26 Prozent auf Small Caps auf. Mit einem Anteil von nahezu 30 Prozent sind Aktien aus  Großbritannien am schwersten im Index vertreten, gefolgt von Werten aus Dänemark (20 Prozent) und Finnland (13 Prozent).

Mit einem Anteil von 35 Prozent wird die Mehrheit der Aktien in Euro gehandelt, 32 Prozent des Indexvolumens bezieht sich auf in GBP gehandelten Aktien und 20 Prozent auf DKK. Indexanpassungen erfolgen im Zweimonatsintervall. Keine Aktie soll mit mehr als fünf Prozent im Index gewichtet sein. Dividenden werden in den Total Return-Index reinvestiert. Als jährliche Managementgebühr werden 0,5 Prozent pro Jahr einbehalten.

Um in den Solactive European Buyback-Index investieren zu können, brachte die Société Générale ein Open End Index-Zertifikat, ISIN: DE000A12V1Y8, das beim Indexstand von 3.215,18 Punkten und einem Bezugsverhältnis von 0,00311 mit 10 Euro auf den Markt gebracht wurde. Derzeit wird das Zertifikat knapp oberhalb von 10 Euro gehandelt.

ZertifikateReport-Fazit: Mit dem SG-Open End-Zertifikat auf den Solactive European Buyback-Index können Anleger kostengünstig und mit geringem Kapitalaufwand eine in der Vergangenheit sehr erfolgreiche Veranlagungsstrategie ihrem privaten Wertpapierdepot beimischen.

Walter Kozubek ist Mitarbeiter des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich.Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de.

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