Nicht nur Ronaldo, aber schon fast 

15. Juni 2014, 21:00
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Portugal hat neben der Fitness des Superstars weitere Sorgen. Ronaldo ist unterdessen auf Rekordkurs 

Salvador da Bahia - Das Schicksal der spanischen Kollegen hat Portugal stutzig gemacht. Wie Goalie Iker Casillas war Sergio Ramos beim 1:5 gegen die Niederlande ein Schatten seiner selbst gewesen - scheinbar noch psychisch und physisch angeschlagen nach dem Gewinn der Decima, des zehnten Titels im Meistercup beziehungsweise der Champions League mit Real Madrid.

Portugals Coach Paulo Bento erfreut sich dreier Real-Stars, aber die sind allesamt angeschlagen. Am wenigsten noch Verteidiger Pepe, der die Wadenverletzung, die ihn das Finale der Champions League gekostet hatte, ausheilen konnte. Fabio Coentrão ist dagegen wegen Hüftproblemen tatsächlich fraglich für die Partie gegen Deutschland. Der 27-jährige Linksverteidiger ist aber für die "Seleção das Quinas", die zu den Mitfavoriten der WM zählt, noch eine Spur wichtiger, als er es für das "Weiße Ballett" ist.

Am allerwichtigsten ist natürlich Cristiano Ronaldo, der sich zu 99,9 Prozent fit fühlt. Vor allem die Warmmachübungen absolvierte der Weltfußballer zuletzt mit angezogener Handbremse, jede Laufübung absolvierte er im Tempo eines Joggers.

Doch niemand wird ihn davon abhalten, bei diesem großen Spiel auf dieser großen Bühne dabei zu sein. Gegen Deutschland hat er nämlich nicht nur eine Rechnung offen, sondern gleich drei. Drei Mal hat Ronaldo bei großen Turnieren gegen die DFB-Elf gespielt, drei Mal hat er verloren, drei Mal hat er kein Tor geschossen.

"Das ist alles Geschichte", sagte er betont gelassen: "Was zählt, ist Montag." Trifft er gegen die Deutschen, hätte der 29-Jährige bei jedem seiner sechs Turniere mindestens einmal getroffen und einen Rekord von Jürgen Klinsmann eingestellt. (sid, red, DER STANDARD, 16.06.2014)

  • Speerspitze der portugiesischen Hoffnung.
    foto: apa/epa/goulao

    Speerspitze der portugiesischen Hoffnung.

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