Citigroup droht Klage von US-Regierung

15. Juni 2014, 17:19
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Hypothekenvergleich gescheitert

Washington - Bei der Aufarbeitung der Finanzkrise droht der US-Großbank Citigroup nun eine milliardenschwere Klage der Regierung wegen fragwürdiger Geschäfte mit Hypothekenpapieren. Mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten zuletzt, das Justizministerium bereite einen solchen Schritt vor, nachdem Gespräche über einen Vergleich gescheitert seien. Bei den Gesprächen sei es um eine Strafforderung von mindestens zehn Milliarden Dollar (7,39 Mrd. Euro) gegangen. Die Klage könnte bereits in dieser Woche eingereicht werden. Citigroup wird vorgeworfen, Investoren hochriskante Hypothekenpapiere verkauft und damit um Milliarden gebracht zu haben.

Eine ähnliche Klage plant das Justizministerium gegen die Bank of America. Auch hier kam es bislang nicht zu einer Einigung. Diskutiert wurde über einen Vergleich in Höhe von zwölf bis 17 Milliarden Dollar. Mindestens fünf Milliarden Dollar dürften voraussichtlich fällig werden, um Hausbesitzern bei der Abzahlung ihrer Darlehen zu helfen. Mehr als neun Milliarden Dollar muss die Bank of America bereits dafür berappen, dass sie den staatlichen Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac fragwürdige Hypothekenpapiere verkaufte, die nach dem Crash am US-Wohnungsmarkt drastisch an Wert verloren. Auch anderen Banken sind bereits zu Strafzahlungen verpflichtet worden, weil sie beim Verkauf von Hypothekenpapieren Risiken verschleiert haben sollen. Die Deutsche Bank etwa muss 1,9 Milliarden Dollar zahlen. (Reuters, DER STANDARD, 16.6.2014)

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