MH370-Angehörige wollen Entschädigung nicht annehmen

15. Juni 2014, 14:14
7 Postings

Bis Flugzeug oder Wrackteile nicht gefunden sind - 100 Tage nach Verschwinden: Malaysia setzt Suche fort

Knapp 100 Tage nach dem Verschwinden des Flugzeuges haben Versicherer damit begonnen, den Angehörigen erste Zahlungen von jeweils 50.000 US-Dollar (rund 37.000 Euro) auszuzahlen.

Will wissen, was passiert ist

Das Flugzeug der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord war am 8. März kurz nach dem Start in Kuala Lumpur vom Radar verschwunden. Ermittler glauben, dass es im Indischen Ozean abgestürzt ist. Es wurden bisher trotz intensiver Suche keine Wrackteile entdeckt. 154 der Insassen waren Chinesen.

Wen Wancheng, Vater eines Passagiers, sagte der dpa, es wäre ein Fehler, das Geld anzunehmen, bevor man wisse, was wirklich mit dem Flugzeug geschehen sei. Denn dies könne die Ermittler dazu verleiten, in ihren Bemühungen, die Maschine zu finden, nachzulassen. Ähnlich äußerte sich Zhang Piao, Ehefrau eines Passagiers. Wenn man das Geld annehme, erkenne man an, dass die Passagiere tot seien, sagte sie.

Malaysia setzt Suche fort

Die malaysische Regierung will auch hundert Tage nach dem spurlosen Verschwinden die Suche nach dem Flugzeug nicht aufgeben. "Wir können und werden nicht ruhen, bis MH370 gefunden wurde", erklärte Verkehrsminister Hishammuddin Hussein am Montag. Er sagte auch den Familien der vermissten Passagiere die weitere Unterstützung der Regierung zu.

Die malaysischen Behörden waren regelmäßig für ihre Informationspolitik angesichts der Tragödie kritisiert worden - vor allem von verzweifelten Hinterbliebenen der Passagiere. Der Chef von Malaysia Airlines, Ahmad Jauhari Yahya, sprach in einer Erklärung von den "längsten und schmerzvollsten hundert Tagen" in der Geschichte der Fluggesellschaft. (APA, 16.6.2014)

Share if you care.