Italienische Marine rettete am Samstag 1.812 Migranten

15. Juni 2014, 13:15
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Caritas in Palermo bittet um Hilfe

Rom - Nach dem Schiffsunglück im Mittelmeer, bei dem mindestens zehn Bootsflüchtlinge vor der libyschen Küste ertrunken sind, machen sich noch immer hunderte Flüchtlinge auf den Weg nach Italien. Allein am Samstag wurden 1.812 Migranten vor Sizilien gerettet, teilte die italienische Marine am Sonntag mit. Schiffe der Marine eilten mehreren Booten zur Hilfe.

Wegen der vielen Migranten, die seit Monaten auf Sizilien eintreffen, ist die Lage auf der Insel schwierig. Die sizilianischen Bürgermeister drängen, dass Flüchtlinge nicht nur auf ihre Insel gebracht werden. Die Caritas in Palermo, die sich um die Unterkunft von mehr als 500 Migranten kümmert, bittet um Hilfe. Sie bat die Bevölkerung, Kleider und Schuhe für die Flüchtlinge zu sammeln.

Italien erlebt seit Monaten die höchste Zahl an Flüchtlingen. Seit Jänner haben bereits fast 54.000 das Land erreicht, im ganzen Jahr 2013 waren es 43.000. Italien ruft die EU wiederholt auf, Verantwortung für den Einsatz zur Migrantenrettung im Mittelmeer zu übernehmen. "Italien ist ein gastfreundliches Land, doch es kann nicht alle Migranten aufnehmen", so Innenminister Angelino Alfano am Samstag. (APA, 15.6.2014)

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