Luftangriffe auf Extremisten in Pakistan: Mehr als 50 Tote

15. Juni 2014, 12:00
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Auch Munitionslager zerstört

Islamabad - Die pakistanische Luftwaffe hat am Sonntag zum zweiten Mal in einer Woche Schlupfwinkel islamistischer Kämpfer im Nordwesten des Landes bombardiert. Bei den Luftschlägen nahe der Grenze zu Afghanistan seien mehr als 50 Aufständische getötet worden, die meisten von ihnen Usbeken, teilte das Militär mit. Auch ein Munitionslager sei zerstört worden.

Die pakistanische Regierung macht Kämpfer der Islamischen Bewegung Usbekistans (UMI) für einen Anschlag auf den Flughafen von Karachi verantwortlich, bei dem am Pfingstsonntag rund 40 Menschen getötet wurden. Daraufhin hatte die Luftwaffen schon am Dienstag bei Luftangriffen im Grenzgebiet 25 mutmaßliche Extremisten getötet.

"Es gibt bestätigte Berichte über die Präsenz ausländischer und einheimischer Terroristen in diesen Verstecken, die an der Planung des Anschlags beteiligt waren", hieß es in der Mitteilung. Kämpfer der IMU haben sich in Pakistan festgesetzt seit sie 2001 nach der internationalen Intervention gegen das Taliban-Regime aus Afghanistan vertrieben worden waren. Die Gewalt hat in Pakistan in jüngster Zeit wieder zugenommen, nachdem es der Regierung in Islamabad nicht gelungen war, die Taliban in einen Friedensprozess einzubinden. (APA, 15.6.2014)

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