"Österreich" sieht VP an Wolfs "ZiB"-Job sägen - Nichts dran, sagt Volkspartei

15. Juni 2014, 09:45
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Nach Spindelegger-Interview im ORF -VP-General Blümel: "Weder aus der Partei noch aus Vizekanzlerbüro Kritik gehört" - Wolf verweist auf Gesetz: "Regierung für Moderatorenbesetzung nicht zuständig"

"Österreich" spekuliert auf Seite 1 mit einem Abschied Armin Wolfs vom Bildschirm: Nach dem Interview mit ÖVP-Chef Michael Spindelegger, der Wolf auf dem Schirm anschnauzte, er möge ihn nicht unterbrechen und wolle wohl nur sich selbst hören, bastle die ÖVP an Wolfs Demontage als Anchor. VP-Generalsekretär Gernot Blümel verneint das auf STANDARD-Anfrage - und wirkt dabei verwundert.

Blümel sagt, er habe  "weder aus der Partei noch aus Vizekanzlerbüro Kritik gehört" an dem Interview - ganz im Gegenteil.

"Nicht für Moderatoren-Besetzungen im ORF zuständig"

Armin Wolf erklärt auf STANDARD-Anfrage dazu: "Soweit ich das ORF-Gesetz kenne, ist die Regierung nicht für Moderatoren-Besetzungen im ORF zuständig."

Die vor allem mit dem sozialdemokratischen Kanzleramt eng vernetzte Zeitung zitiert einen ungenannten ÖVP-Stiftungsrat, Wolf wäre ein "geeigneter Kandidat" für die Fernsehdirektion oder als Chefkommentator.

Die Führungsfunktion, wer immer sie ins Spiel brachte, könnte auf Wolfs Post-Graduate-Studium in Creative Leadership anspielen; Haken am Chefkommentator aus Politiksicht: Die pflegen nicht zu interviewen, aber denn doch regelmäßig auf dem Bildschirm zu erscheinen.  (fid, derStandard.at, 15.6.2014)

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