Tag des Umbruchs: Alexander Kluge liest

13. Juni 2014, 20:05
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Was ist alles an Hitlers Todestag passiert? Der Autor ist am Samstag zu Besuch in Wien.

In seinem neuen Buch 30. April 1945 - Der Tag, an dem Hitler sich erschoß und die Westbindung der Deutschen begann unternimmt der deutsche Schriftsteller, Filme- und Fernsehmacher Alexander Kluge einen seiner so ergiebigen Tauchgänge durch die Geschichte, auf der Suche nach deren Ungleichzeitigkeiten und Widersinn: Hitlers Todestag wird als Bruchstelle erfahrbar, an dem das Alte schon ansatzweise auf das Neue trifft. "Der letzte Werktag des Dritten Reichs" erscheint als Kaleidoskop, durch das man in fragmentarischen Geschichten auf eine ganze Gesellschaft blickt.

Heute, Samstag, wird Kluge wieder einmal in Wien sein und im Stadtkino aus seinem Buch lesen - sonntags wird sich sein oftmaliger Ko-Autor, der Sozialphilosoph Oskar Negt, dazugesellen. Das Stadtkino ist gegenwärtig Austragungsort einer Kluge-Schau, für die der Autor acht Programme zusammengestellt hat. Vertraute Gesichter wie Helge Schneider, Martin Wuttke oder Joseph Vogl treten als Dialogpartner auf, um an Begriffen wie Finanzkrise zu feilen. Am Samstag gibt es das Programm zum Buch. (Dominik Kamalzadeh, DER STANDARD, 14.6.2014)

14. 6., Lesung, 19.00,

Filme (auch 15. 6.), 21.00

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