Goldene Bulle zählt nun zum Weltdokumentenerbe

14. Juni 2014, 16:58
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Festakt am 16. Juni in Wien

Wien - Sie regelte die Wahl des römisch-deutschen Königs durch die Kurfürsten im Heiligen Römischen Reich und gilt damit als dessen wichtigstes "Grundgesetz": Gültig blieb die Goldene Bulle Kaiser Karls IV. aus dem Jahr 1356 immerhin bis 1806.

Da in ihr die Privilegien der Kurfürsten kodifiziert wurden, stärkte sie die Souveränität der kurfürstlichen Territorien und trug ihren Teil dazu dabei, dass das Reich sich nie zu einem einheitlichen Zentralstaat entwickelte, wie sie in anderen Teilen Europas entstanden.

Nun wurde das Gesetzbuch mit 31 Kapiteln in lateinischer Sprache, von dem zwei Originalexemplare im österreichischen Staatsarchiv liegen, in die Liste des Weltdokumentenerbes der UNESCO aufgenommen. Aus diesem Anlass laden Kulturminister Josef Ostermayer und die Präsidentin der Österreichischen UNSECO-Kommission, Eva Nowotny, am Montag (16. Juni) zu einem Festakt. (APA/red, derStandard.at, 13. 6. 2014)

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