Neue Fördergrenze für Agrotreibstoffe

13. Juni 2014, 16:00
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Für konventionelle Agrokraftstoffe im Transportsektor soll eine Obergrenze von sieben Prozent im Jahr 2020 gelten

Die EU-Energieminister haben sich auf neue Fördergrenzen für Agrokraftstoffe geeinigt. Demnach soll für konventionelle Agrokraftstoffe aus Raps oder Soja im Transportsektor eine Obergrenze von sieben Prozent im Jahr 2020 gelten. Die Antriebsstoffe dürften dann zwar auch stärker eingesetzt werden, doch nur bis zu dem Sieben-Prozent-Anteil können sich Staaten den Agrosprit auf die Erreichung ihrer Klimaziele anrechnen lassen.

Bei der Deckelung der Kraftstoffe zum Beispiel aus Mais, Raps, Palmöl oder Soja geht es darum, negative Auswirkungen für das Klima zu begrenzen. Denn durch den Anbau der Spritpflanzen können größere Flächen für Nahrungsmittel wegfallen und Wälder gerodet werden.

Einige Länder hätten die Nutzung der konventionellen Agrokraftstoffe gern noch stärker begrenzt. Deutschland etwa gehörte dazu. Allerdings waren die nun vereinbarten sieben Prozent für einen Teil der Staaten die untere Schmerzgrenze - darunter Polen, Ungarn, Frankreich oder die Slowakei. Sie hatten eine gemeinsame Erklärung abgegeben, wonach sie die neuen Regeln nur unterstützen, wenn an der Untergrenze nicht gerüttelt werde. Das gilt insbesondere für die nun anstehenden Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament. Beide Seiten müssen sich einigen, bevor sie ein Gesetz beschließen können. (APA, 13.6.2014)

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