Zentralmatura: Oberösterreich und Tirol mit wenigsten Fünfern

13. Juni 2014, 11:29
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Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind aber eher gering

Die Schüler in Oberösterreich und Tirol haben beim heurigen Durchgang der Schulversuche zur Zentralmatura in den Haupt-Testfächern Deutsch, Mathe und Englisch verhältnismäßig die wenigsten Fünfer verzeichnet. Das zeigt eine Auswertung des Bildungsministeriums. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind aber eher gering.

Die Zentralmatura-Schulversuche wurden außer in Deutsch, Mathe und Englisch noch in den Fächern Französisch, Italienisch, Spanisch, Latein (jeweils in der vier- und der sechsjährigen Form) und Griechisch durchgeführt. Nur in Englisch (14.655), Deutsch (2.318) und Mathematik (1.081) nahmen aber mehr als 1.000 Schüler daran teil. Verpflichtend wird die Zentralmatura an den AHS dann im kommenden Schuljahr (an den berufsbildenden höheren Schulen ein Jahr später).

In allen drei Fächern weniger Nicht Genügend

Österreichweit erhielten bei den Schulversuchen heuer in Deutsch sieben Prozent der angetretenen Schüler ein Nicht Genügend, in Mathe waren es 8,4 Prozent und in Englisch zwölf Prozent. In Oberösterreich (D: 5,2 Prozent, M: 6,3, E: 7,1) und Tirol (D: 4,7 Prozent, M: 5,6, E: 9,6) gab es in allen drei Fächern weniger Fünfer als im Bundesschnitt. In Wien setzte es in Deutsch (9,9 Prozent) und Mathe (11,7 Prozent) jeweils etwas mehr Fünfer als im Österreich-Schnitt, in Englisch (12,7) lagen die Ergebnisse dagegen praktisch im Schnitt. Im Burgenland wurden in Mathe (11,1 Prozent; bei allerdings nur 27 Angetretenen) und Englisch (14,8 Prozent) jeweils mehr negative Noten vergeben als im Österreich-Durchschnitt (in Deutsch gab es im Burgenland keinen Schulversuch).

In den anderen Bundesländern lagen die Werte bunt durcheinander: Kärnten verzeichnete etwa die wenigsten Fünfer in Mathematik (zwei Prozent), dafür die meisten in Englisch (16,6 Prozent). Salzburg kam auf die wenigsten Fünfer in Deutsch (2,4 Prozent), umgekehrt aber auf die meisten in Mathe (15,2 Prozent). In Niederösterreich gab es verhältnismäßig wenige Mathe-Fünfer (2,8 Prozent), dafür die schlechtesten Deutsch-Ergebnisse (11,6 Prozent Fünfer) Vorarlberg hatte zwar etwas weniger Nicht Genügend in Mathe (5,6 Prozent), in Deutsch und Englisch lagen die Werte dagegen etwas über bzw. im Österreich-Schnitt. Die Steiermark lag als einziges Bundesland in allen drei Gegenständen in etwa im Bundesschnitt (D: 5,5 Prozent Fünfer, M: 8,5, Prozent, E: 13,4 Prozent).

Kärntner am besten in Deutsch

Am anderen Ende der Notenskala gibt es keinen einheitlichen Trend für alle Fächer. Österreichweit schafften in Deutsch 17,9 Prozent einen Einser, in Mathe 22,8 Prozent und in Englisch 15,9 Prozent der Angetretenen. Die verhältnismäßig meisten Einser in Deutsch wurden in Kärnten vergeben, wo fast ein Drittel der Schüler (31,7 Prozent) die beste Note erhielt. In Mathe und Englisch lagen die Kärntner dagegen im Österreich-Schnitt. In Oberösterreich bekam fast die Hälfte der Angetretenen in Mathe ein Sehr Gut (47,4 Prozent), in Deutsch und Englisch gab es dagegen keinen Ausreißer. Die wenigsten Einser in Englisch wurden in Salzburg verzeichnet (11,8 Prozent), nach oben hin gab es keine auffälligen Werte. In Wien gab es in Mathe deutlich weniger Sehr Gut (15,7 Prozent), in Deutsch und Englisch lag die Bundeshauptstadt in etwa im Bundesschnitt.

Damit sind die heurigen Zentralmatura-Schulversuche ähnlich ausgefallen wie im Vorjahr: 2013 wurden in Deutsch 4,9 Prozent der Arbeiten negativ bewertet (2014: sieben Prozent) und in Englisch 10,4 Prozent (2014: zwölf Prozent). In Mathe gab es im Vorjahr noch keine Schulversuchs-Zentralmatura. (APA, 13.06.2014)

  • Österreichweit erhielten bei den Schulversuchen heuer in Deutsch sieben Prozent der angetretenen Schüler ein Nicht Genügend.
    foto: apa/rumpenhorst

    Österreichweit erhielten bei den Schulversuchen heuer in Deutsch sieben Prozent der angetretenen Schüler ein Nicht Genügend.

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