Ikea präsentiert Kollektion mit sozialem Hintergrund

18. Juni 2014, 17:25
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Die Polster, Hocker und Wohnaccessoires werden in Indien aus Baumwolle und Bananenpflanzen gefertigt 

Von Bananenpflanzen stammt der Werkstoff für einen Teil der Mangsidig-Kollektion bei Ikea. Diese entsteht gemeinsam mit Social Enterprise Industree Producer Transform und der Frauenkooperative 'Swaayam Kala'. Erstere wurden 1995 als Handwerksbetrieb gegründet, der Naturfasern, Häkelspitze und Heimtextilien herstellt. Im Jahre 2000 wurde die Industree Foundation ins Leben gerufen, um Kunsthandwerker zu unterstützen. Seither wurden mehr als 5.000 in diesem Bereich Tätige miteinbezogen. Ziel der Kooperation ist ferner die Förderung von Frauen im ländlichen Indien.

foto: ikea

Aber zurück zu den Bananen. Da Indien der weltgrößte Bananenproduzent ist, fallen freilich auch jede Menge Bananenpflanzen-Stämme und Fasern an, die nicht nur biologisch abbaubar sind, sondern auch weiterverarbeitet werden, zum Beispiel am Handwebstuhl. Bislang wurden Stämme und Fasern nach der Bananenernte in der Regel weggeworfen.

foto: ikea

Mangsidig bedeutet so viel wie facettenreich, das spiegelt die Kollektion wider, die aus farbenfrohen, handbestickten Pölstern aus Baumwolle und Hockern aus Naturmaterialien wie eben Bananenschalenfasern bestehen. Die Gestaltung der handgefertigten Stücke erfolgte durch Ikea-Designer und indischen Kunsthandwerkerinnen. Und: Jedes Produkt ist ein Unikat fürs Wohnzimmer oder die Terrasse.

foto: ikea

Österreich ist neben Schweden und der Schweiz eines der Testländer, in denen die Kooperation mit Social Enterprises - es ist dies bereits die vierte Kollektion - erprobt wurde. Die neue Kollektion ist ab dem 7. Juli bei Ikea erhältlich. (maik, derStandard.at 18. 6. 2014)

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