Intershop muss Ebay-Geschäfte extern prüfen lassen

13. Juni 2014, 09:08
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Aktionäre setzten sich gegen Willen des Vorstandes und Aufsichtsrates durch

Der deutsche Software-Anbieter Intershop muss seine Geschäfte mit einer Tochter des Internet-Auktionshauses Ebay extern prüfen lassen. Das beschloss die Mehrheit der Anteilseigner auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Jena - gegen den Willen von Vorstand und Aufsehern sowie bei Enthaltung des US-Großaktionärs GSI Commerce Solutions.

Keine Kapitalerhöhung

Der Ebay-Ableger GSI hält gut 26 Prozent an Intershop. Auch die vom Vorstand gewünschte zusätzliche Kapitalerhöhung um 7,5 Millionen Euro wird es nicht geben. Der Antrag erhielt nach Angaben einer Sprecherin bei dem Aktionärstreffen nicht die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit.

Verlust vergrößert

Intershop hat sich auf Software-Lösungen für den Internethandel spezialisiert, kam auch im vergangenen Jahr allerdings nicht aus den roten Zahlen. Zwar wuchs der Umsatz um 3 Prozent auf 53,56 Millionen Euro, unterm Strich vergrößerte sich aber der Verlust auf 3,33 Millionen Euro. Auch 2014 wird ein einstelliger Millionenverlust erwartet, wie Finanzvorstand Ludwig Lutter sagte.

Groll gegen Eigentümer

Entsprechend verstimmt waren die Aktionäre, die unzufrieden mit dem Kurs ihrer Papiere sind - an eine Dividende wagen viele gar nicht zu denken. Ihr Groll richtete sich vor allem gegen den größten Eigentümer. "De facto kontrolliert Ebay mit 26 Prozent die Firma", sagte Roland Klaus vom Aktionärszusammenschluss "HV Initiative". (APA, 13.6.2014)

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