Notenbank prozessiert um IT-Projekt

12. Juni 2014, 18:35
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Die OeNB streitet mit einem deutschen Software-Unternehmen um die Kosten eines nie zu Ende geführten IT-Projekts

Wien - Nächste Woche beginnt die Hypo-Untersuchungskommission unter Irmgard Griss ihre Recherchegespräche mit den Notenbankern. Ihre Verträge mit der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) haben die dem Amtsgeheimnis unterworfenen Kommissionsmitglieder unterschrieben, das OeNB-Direktorium hat sie am Mittwoch abgesegnet. Die OeNB könne nun auch "sensible Informationen" zur Verfügung stellen, wie es in der Bank heißt.

Um den Zugang zu sensiblen Daten, konkret IT-Programme für die Verwaltung von Zugriffsrechten auf selbige, geht es auch in einem Rechtsstreit, den die OeNB seit einem Jahr am Handelsgericht Wien führt. Die Ausschreibung für das Projekt hatte ein deutsches IT-Unternehmen gewonnen; zu Ende geführt wurde es nie. Im Juni 2013 hat die OeNB geklagt, der Streitwert beträgt rund 345.000 Euro. Die Deutschen haben Gegenforderungen erhoben, argumentieren laut ihrem Anwalt, sie hätten den Auftrag aus Verschulden der OeNB nicht erfüllen können. Seit der jüngsten Verhandlung am 15. April ist man aber um Deeskalation bemüht: Vergleichsgespräche laufen. Inzwischen ist der Nachfolgeauftrag für das heikle Software-Projekt vergeben, ihn hat die IT-Gesellschaft des Raiffeisensektors, die Raiffeisen Informatik (R-IT) gewonnen. (gra, DER STANDARD, 13.6.2014)

  • Noch wird um das erste Projekt gestritten, der Nachfolgeauftrag für das heikle Software-Projekt ist allerdings schon vergeben.
    foto: standard/cremer

    Noch wird um das erste Projekt gestritten, der Nachfolgeauftrag für das heikle Software-Projekt ist allerdings schon vergeben.

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