Schülervertretungen für Türkisch als Maturafach

12. Juni 2014, 19:01
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Für Schülerunion und Aktion Kritischer SchülerInnen "logischer und längst notwendiger Schritt"

Wien - Die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch appelliert an Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), das Thema Türkisch als Maturafach nicht weiter auf die lange Bank zu schieben. "Es kann nicht Ziel der Bildungspolitik sein, der Realität um Jahre hinterherzuhinken. Eine Aktualisierung des Fremdsprachenlehrplans ist ein Gebot der Stunde", sagt Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.

Die Organisation beruft sich bei ihrem Anliegen auch auf die Schülerunion und die Aktion Kritischer SchülerInnen, die sich für Türkisch als Maturafach aussprechen. "Für uns ist es ein logischer Schritt, die Vielfalt der Sprachen unserer Welt auch in der Schule abzubilden. Sobald das essenzielle Know-how - Lehrpersonen haben eine universitäre Ausbildung - gegeben ist und die Zustimmung des jeweiligen Schulstandortes vorhanden ist, soll es möglich sein, in der jeweiligen Sprache zu maturieren", erklärt der Bundesobmann der Schülerunion, Thomas Gaar.

Die Aktion kritischer SchülerInnen bezeichnete die Zulassung von Türkisch als Maturafach als "längst notwendigen Schritt". "Dieser Schritt ist ein wichtiges Zeichen für Integration, welcher schon längst fällig ist. Türkisch als Maturafach erleichtert vor allem jungen Migrantinnen den Zugang zu höherer Bildung. Bildung muss für alle Menschen zugänglich sein" fordert Bundesvorsitzende Christina Götschhofer.

Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) verweist darauf, dass ein solches Angebot schon jetzt im Rahmen von Schulversuchen oder der Schulautonomie in allen Schultypen möglich sei. (red, DER STANDARD, 13.6.2014)

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