Wiener Börse verdiente 2013 wieder mehr

12. Juni 2014, 13:56
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Höhere durchschnittliche Monatsumsätze, höhere Marktkapitalisierung: Die Wiener Börse verzeichnet wieder Zuwächse

Wien - Die Wiener Börse AG hat nach einem Gewinneinbruch im Geschäftsjahr 2013 wieder besser verdient. Das operative Ergebnis (EBIT) ist um 5,6 Prozent von 15,5 auf 16,4 Mio. Euro gestiegen. In der Holdinggesellschaft CEESEG AG wurde operativ ein Plus um 34 Prozent von 20,2 auf 27 Mio. Euro erwirtschaftet. Darin sind als Einmaleffekt 4,2 Mio. Euro aus einer Rückstellungsauflösung enthalten.

"Damit haben wir unsere Position als größte Börsengruppe in Zentral- und Osteuropa weiter gefestigt", so die CEESEG-Vorstände Michael Buhl und Petr Koblic in einer Pressemitteilung am Donnerstag.

Die Rechnungslegung des Konzerns wurde per Stichtag 1. 1. 2012 auf IFRS umgestellt. Die Holding umfasst die Beteiligungen an den Börsen Wien, Prag, Budapest und Laibach.

Höhere Umsätze

In Wien lagen im Durchschnitt die monatlichen Aktienumsätze 2013 bei 3,2 Mrd. Euro, um rund 200 Millionen mehr als 2012. Die Marktkapitalisierung konnte ebenfalls weiter zulegen und hielt per Jahresende 2013 bei 85,40 Mrd. Euro, nach 80,43 Mrd. Euro im Jahr 2012, ein Plus von 6 Prozent. Es gab acht Kapitalerhöhungen, die in Summe 1,58 Mrd. Euro brachten. Zudem lieferten 29 neue Unternehmensanleihen und drei Aufstockungen in Summe ein Emissionsvolumen von 5,2 Mrd. Euro.

Dieser Trend hält laut Aussendung auch im laufenden Geschäftsjahr an: Per Ende Mai 2014 sind die durchschnittlichen Monatsumsätze auf 4,25 Mrd. Euro gestiegen, ein Plus von etwa 33 Prozent. "Wir sind optimistisch, dass sich diese Entwicklung fortsetzt", so die Vorstände der Wiener Börse, Birgit Kuras und Michael Buhl.

Nach dem Aktienhandel ist der Datenvertrieb das zweitwichtigste Geschäftsfeld der Wiener Börse. 2013 wurde der Datenhub der Wiener Börse um die beiden Börsen Kasachstan und Montenegro erweitert. Damit können Datenkunden der Wiener Börse insgesamt Kursinformationen von neun weiteren Märkten aus CEE und CIS sowie drei Energiebörsen beziehen.

Die Börsengruppe betreibt insgesamt vier Wertpapierbörsen sowie drei Warenbörsen und ist an fünf Clearing-Systemen (CCPs) und zwei Zentralverwahrern (CSDs) beteiligt. Per Jahresende 2013 beschäftigte die Börsengruppe insgesamt 243 Mitarbeiter. Stärkster Umsatzbringer im Konzern ist die Wiener Börse, gefolgt von der Prague Stock Exchange Group und den Börsen Budapest und Laibach.

Noch mehr Harmonisierung geplant

Die Harmonisierung innerhalb der Börsengruppe soll weiter vorangetreiben werden. 2013 seien in dieser Hinsicht zwei Meilensteine erreicht worden, die Einführung einer einheitlichen Handelsplattform und die Segmentierung in Prime Market und Standard Market an allen vier Partner-Börsen.

In den Hauptversammlungen der Wiener Börse AG und CEESEG AG wurden Änderungen im Aufsichtsrat beschlossen: Robert Ottel (voestalpine AG), Angelika Sommer-Hemetsberger (Oesterreichische Kontrollbank AG/OeKB) und Stefan Szyszkowitz (EVN AG) ziehen neu in das Kontrollgremium der Wiener Börse AG und der CEESEG AG ein. Sie folgen Claus Raidl, Johannes Attems und Rudolf Gruber nach, die per heute aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind. Willibald Cernko bleibt weiterhin Aufsichtsratsvorsitzender, Heimo Scheuch (Wienerberger AG) löst Rudolf Gruber als stellvertretenden Vorsitzenden ab. (APA, 12.6.2014)

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    foto: reuters/bader
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