Laut Taskforce: "Sitzende Frau" von Henri Matisse ist Raubkunst 

12. Juni 2014, 12:28
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Rückgabezeitpunkt jedoch noch völlig unklar 

München/Berlin - Jetzt ist es offiziell: Henri Matisse' "Sitzende Frau" aus der Sammlung von Cornelius Gurlitt ist nach Einschätzung der Taskforce "Schwabinger Kunstfund" tatsächlich Raubkunst.

"Auch wenn nicht mit letzter Sicherheit dokumentiert werden konnte, unter welchen Umständen Hildebrand Gurlitt in den Besitz des Werkes gekommen ist, so kommt die Taskforce zu dem Ergebnis, dass es sich bei dem Werk um NS-Raubkunst aus dem rechtmäßigen Eigentum der Sammlung von Paul Rosenberg handelt", teilte die Leiterin Ingeborg Berggreen-Merkel mit.

Wann die Familie das Bild aus den 20er Jahren zurückbekommt, ist allerdings völlig unklar. Gurlitt und seine Anwälte hatten vor dem Tod des Kunstsammlers bereits Verhandlungen aufgenommen, die kurz vor dem Abschluss standen. Dann allerdings meldete sich ein weiterer Anspruchsteller und die Übergabe fand nicht statt.

Das Kunstmuseum Bern, das Gurlitt als seinen Alleinerben eingesetzt hat, hat noch nicht entschieden, ob es das Erbe antritt. (APA, 12.6.2014)

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