Höhlenforscher konnte erstmals mit Außenwelt in Kontakt treten

13. Juni 2014, 18:20
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"Liebe Grüße an die Familie" - Erster Abschnitt bei Bergung bewältigt

Berchtesgaden - Die Nachrichten aus der Riesending-Schachthöhle machen Hoffnung: Erstmals hat der verunglückte Höhlenforscher Johann Westhauser selbst Kontakt zur Außenwelt aufgenommen. "Er fühlt sich in der Trage sehr wohl und sendet liebe Grüße an seine Familie", gab am Samstag ein Sprecher der Bergwacht die Botschaft wieder, die der Verletzte per Funksystem gesendet hatte.

Noch hat das "Höhlentelefon" genannte Kommunikationssystem den Forscher und sein Rettungsteam nicht erreicht: Bisher reichen die Drahtleitungen bis zum Biwak 4, von wo der direkte Aufstieg aus 900 Metern Tiefe beginnt.

Erste Etappe bewältigt

Davon waren Westhauser und seine Retter am Samstag noch rund einen Tagesmarsch entfernt. Gegen 4.00 Uhr hatte die Gruppe die erste Etappe auf dem Weg nach oben bewältigt.

Dort legten die 14 Höhlenretter mit dem Verletzten und dem behandelnden Arzt aus München eine Ruhepause ein.

Am Biwak 5 soll ein italienisches Rettungsteam die Einsatzkräfte ablösen und den Transport fortsetzen. Wann die Gruppe am Biwak 4 eintrifft, sei nicht exakt vorauszusehen - man gehe derzeit von Sonntagvormittag aus.

Insgesamt soll der Transport des Höhlenforschers, der am Institut für Angewandte Physik des Karlsruher Instituts für Technologie arbeitet, rund eine Woche dauern. Die 60 Einsatzkräfte in der Höhle stehen vor einer schwierigen  Aufgabe: Sie müssen den Mann aus 1.000 Metern Tiefe auf einer Trage durch die schmalen, verwinkelten und teils rutschigen Schächte bringen.  (APA, 13.6.2014)

  • Einsatzkräfte stehen am Einstieg der Riesending-Schachthöhle bei einem Container, der ihnen Schutz für schlechtes Wetter bieten soll.
    foto: apa/dpa

    Einsatzkräfte stehen am Einstieg der Riesending-Schachthöhle bei einem Container, der ihnen Schutz für schlechtes Wetter bieten soll.

  • In 1.000 Metern Tiefe harrt der verunglückte Höhlenforscher aus.
    foto: apa

    In 1.000 Metern Tiefe harrt der verunglückte Höhlenforscher aus.

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