Französischer Mobilfunker Bouygues streicht 9.000 Jobs: Jede 6.Stelle

11. Juni 2014, 18:27
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 Am Heimmarkt tobt seit 2012 ein harter Preiskampf

Bouygues Telecom kämpft mit einem Jobabbau gegen die Folgen des harten Preiskampfs auf dem französischen Mobilfunkmarkt. Etwa jede sechste der 9.000 Stellen werde entfallen, teilte Unternehmenschef Olivier Roussat am Mittwoch mit. Dies sei auch eine Folge davon, dass die Fusionsgespräche mit den Konkurrenten Iliad und Orange gescheitert seien.

"Offensichtlich waren die Verhandlungen nicht erfolgreich, sonst würden wir nicht diesen Plan vorstellen, um unabhängig bleiben zu können", sagte er. "Wir kämpfen in einem Vier-Firmen-Markt ums Überleben."

Konsolidierung des Marktes

Einen Grund für das Scheitern der Verhandlungen nannte Roussat nicht. Die Nachricht belastete die Aktien aller drei Unternehmen: Bouygues lag um 6,7 Prozent im Minus, Iliad 7,1 Prozent und Orange 3,8 Prozent.

Auf dem französischen Mobilfunkmarkt tobt seit dem Eintritt von Iliad im Jänner 2012 ein harter Preiskampf. Bouygues wurde davon am härtesten getroffen. Den Behörden zufolge sanken die Kosten für die Kunden im vergangenen Jahr um 27 Prozent nach elf Prozent im Jahr zuvor.

Die französischen Wettbewerbshüter stellen sich angesichts der Probleme in der Branche nicht mehr gegen eine Konsolidierung des Marktes. Sie wollen jedoch sicherstellen, dass die Impulse für niedrigere Preise bestehen bleiben. Beim monatelangen Kampf um den Mobilfunkanbieter SFR zog Bouygues zuletzt den Kürzeren. Die Tochter des Medienkonzerns Vivendi ging schließlich an den Kabelkonzern Numericable. (APA, 11.6. 2014)

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