Grillfleischtest in Oberösterreich heuer mit weniger Beanstandungen

11. Juni 2014, 18:00
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Drei von 20 Proben mit Keimen belastet - Mariniertes Hühner- und Schweinefleisch unter die Lupe genommen - AK testet Erdbeeren auf Pestizide

Linz - Die Lebensmittelaufsicht des Landes Oberösterreich hat im Mai 20 Proben von mariniertem Grillfleisch untersucht. In drei Fällen wurden erhöhte Keimzahlen, u.a. Salmonellen, gefunden. Dennoch habe sich die Qualität gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert, erklärte Konsumentenschutz-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) in einer Pressekonferenz am Mittwoch. 2013 waren noch acht von 29 Produkten beanstandet worden.

Die Tester haben mariniertes Hühner- und Schweinefleisch - Cevapcici, Koteletts, Spieße, Bauchfleisch und Hühnerflügel - in Fleischereien und Supermärkten unter die Lupe genommen: Bei zwei Geflügelprodukten ergab die von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) durchgeführte mikrobiologische Analyse Salmonellen, einmal wurde zusätzlich der Durchfallerreger Campylobacter gefunden. Bei einer Schweinefleischprobe war die Gesamtkeimzahl zu hoch.

Kühlbox zum Einkaufen

"Der Trend geht aber in eine positive Richtung", war Anschober zufrieden. Er führt das nicht zuletzt auf die Tests zurück, die auch immer wieder kleine Fehler mit großen Auswirkungen auf die Hygiene zutage fördern. Die Schwarzen Schafe darf das Land nicht nennen, auch wenn der Landesrat mehr Transparenz durchaus begrüßen würde, wie er sagte. Die betroffenen Händler haben mit einem Verwaltungsstrafverfahren durch die jeweiligen Bezirksverwaltungsbehörden zu rechnen.

Der Konsument kann aber auch selbst einiges tun, um ohne Beschwerden durch die Grillsaison zu kommen: Zum Einkauf rät Daniela Straßmayer von der Lebensmittelaufsicht, eine Kühlbox mitzubringen. Das Fleisch sollte immer durchgebraten werden - erkennbar am klaren Saft, der austritt. In der Küche ist darauf zu achten, dass Keime nicht über Messer, Schneidbretter oder Geschirrtücher vom Fleisch auf andere Lebensmittel wie Salat übertragen werden. Anschober steuerte ebenfalls Tipps bei: "Ich kaufe Grillfleisch nicht mariniert". Auch "Veggie-Grillen" reduziere das Risiko.

AK testet Erdbeeren auf Pestizide

Heimische Erdbeeren sind zwar selten völlig frei von Pestiziden, meist aber nur gering belastet. Das ergab ein Test, den die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich bei 17 Ständen mit frisch gepflückten Früchten im Bundesland durchgeführt haben. Die Preise für ein halbes Kilo lagen zwischen 1,50 und 3,50 Euro.

Ganz ohne Pestizide waren zwar nur drei Erdbeertassen, davon zwei Bio-Erzeugnisse, die Belastung lag aber bei 16 der 17 Proben unter acht Prozent des Grenzwertes. Der einzige Ausreißer erreichte gleich 72 Prozent. Insgesamt wurden in der Analyse Rückstände von zehn verschiedenen Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Die Konsumentenschützer empfehlen, Erdbeeren vor dem Verzehr immer gut zu waschen, um etwaige Rückstände weiter zu reduzieren. (APA, 11.6.2014)

  • Die Tester haben mariniertes Hühner- und Schweinefleisch - Cevapcici, Koteletts, Spieße, Bauchfleisch und Hühnerflügel - in Fleischereien und Supermärkten unter die Lupe genommen.
    foto: dapd/harald tittel

    Die Tester haben mariniertes Hühner- und Schweinefleisch - Cevapcici, Koteletts, Spieße, Bauchfleisch und Hühnerflügel - in Fleischereien und Supermärkten unter die Lupe genommen.

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