Gesundheitsministerium: Kontakt mit Aluminium vorsorglich vermeiden

11. Juni 2014, 14:17
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Derzeit könne eine gesundheitliche Gefährdung weder bestätigt noch widerlegt werden - ein präventiver Verzicht sei dennoch ratsam

Das Gesundheitsministerium hat eine Studie der wissenschaftlichen Literatur zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen von Aluminium veröffentlicht. Vorsorglich solle man Kontakt möglichst reduzieren, hieß es von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ).

Aktueller Wissensstand

Die Literaturstudie trägt den Titel "Aluminium-Toxikologie und gesundheitliche Aspekte körpernaher Anwendungen" und fasst den aktuellen Wissensstand in Bezug auf mögliche gesundheitliche Auswirkungen von Aluminium und seinen Verbindungen in verbrauchernahen Produkten zusammen. Stöger empfiehlt den Verbrauchern eine Reduktion aluminiumhaltiger Produkte. "Zwar kann die Gesundheitsgefährdung derzeit weder bestätigt noch widerlegt werden, es ist allerdings ratsam, vorsorglich auf Produkte zu verzichten, die Aluminium enthalten."

Im Vorfeld der Veröffentlichung hätte das Gesundheitsministerium Wissenschafter der MedUni Wien sowie Fachleute der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und des Deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zu einer Expertenkonsultation eingeladen. Diese hätten übereingestimmt, dass die Literaturstudie die momentane Datenlage über Aluminium objektiv und richtig wiedergebe.

Das Fazit der Studie besagt zwar, dass die gegen Aluminium zahlreich bestehenden Verdachtsmomente derzeit auf wissenschaftlicher Basis weder erhärtet noch widerlegt werden können. Ein präventiver Verzicht wird jedoch empfohlen, da die Langzeiteffekte bisher nicht erfasst werden konnten. Derzeit kommt der Gebrauch von Aluminium in Lebensmitteln, Kosmetika, Lebensmittelkontaktmaterialien und rezeptfreien Antazida (Arzneimittel zur Reduktion von Magensäure) vor. (APA, derStandard.at, 11.6.2014)

Empfehlungen des Ministeriums:

- Verwenden Sie keine unbeschichteten Gefäße aus Aluminium und keine Alufolie zum Zubereiten und Aufbewahren von stark säurehaltigen Lebensmitteln (wie Tomatensauce, Rhabarberkompott, Apfelmus, etc.).

- Achten Sie bei Trinkflaschen aus Aluminium darauf, die Innenbeschichtung nicht zu beschädigen. Sollte die Innenbeschichtung Beschädigungen wie Kratzer oder Dellen aufweisen, verwenden Sie die Flasche nicht weiter.

- Verwenden Sie nach Möglichkeit aluminiumfreie Deodorants. Deodorants und Antitranspirantien mit aluminiumhaltigen Inhaltsstoffen sollten nicht auf verletzter oder gereizter Haut oder unmittelbar nach einer Rasur aufgebracht werden. Kinder sollten keine aluminiumhaltigen Deodorants oder Antitranspirantien verwenden.

- Fragen Sie Ihre Ärzte oder Apotheker bei Bedarf nach Alternativen zu aluminiumhaltigen Antazida.

  • Das Gesundheitsministerium empfiehlt eine Reduktion aluminiumhaltiger Produkte.
    foto: wikimedia/wongx

    Das Gesundheitsministerium empfiehlt eine Reduktion aluminiumhaltiger Produkte.

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