74. Schulschießerei seit 2012: Obama frustriert über lasche Gesetze

11. Juni 2014, 05:59
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Bub stirbt in Oregon, auch Schütze tot

Washington - Nach einer erneuten Schießerei an einer Schule in den USA hat sich Präsident Barack Obama frustriert über die laschen Waffengesetze in seinem Land geäußert. "Wir sollten uns dafür schämen", sagte er am Dienstag, nachdem kurz zuvor ein Teenager an einer Schule in Oregon (Portland) einen Buben erschossen hatte.

Der Schütze kam ebenfalls ums Leben, jedoch war unklar, ob er sich selbst umbrachte oder von der Polizei erschossen wurde. Ein Lehrer wurde verletzt, berichtete die Zeitung "The Oregonian". Nach Angaben einer Gruppe, die sich für strengere Gesetze einsetzt, handelte es sich um die 74. Schießerei in einer Schule, seit Ende 2012 in Newtown (Connecticut) 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen wurden.

Kongress gegen Verschärfung

Obama zeigte sich verärgert darüber, dass der Kongress in Washington einer Verschärfung des Waffenrechtes keine Chance gibt. Ein entsprechender Gesetzentwurf des Präsidenten schaffte es im vergangenen Jahr nicht einmal zur Abstimmung.

"Wir sind das einzige entwickelte Land, in dem so etwas passiert", sagte er in einem Chat auf der Online-Plattform Tumblr. "Und es passiert einmal pro Woche." Für ihn sei das sehr frustrierend. Aber "wenn die öffentliche Meinung keine Änderung durch den Kongress verlangt, dann wird sich nichts ändern". (APA, 11.6.2014)

  • Eltern umarmen ihre Kinder, die es nach der Schießerei unverletzt aus der Reynolds High School geschafft haben.
    foto: ap/troy wayrynen

    Eltern umarmen ihre Kinder, die es nach der Schießerei unverletzt aus der Reynolds High School geschafft haben.

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