Bunte schwarze Vögel

Einserkastl10. Juni 2014, 19:39
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Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter: Eine der wenigen Lichtgestalten

Lichtblicke sind derzeit ja eher selten, außer, man findet koalitionären Steuerreformstreit und Briefe von schwarzen Vizekanzlern amüsant. Es gibt sie aber, die Lichtgestalten, sogar in der obmannunglücklichen ÖVP; man muss halt nur genau suchen. Am besten in den Tiroler Bergen, auf dem Bauernhof von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter. Dorthin hat der ÖVP-Politiker jüngst die Kronen Zeitung eingeladen.

Seither wissen wir, wie's beim launigen Minister so läuft. Wo immer er auftaucht ("Ein Schnapserl hier, ein Schnapserl dort"), soll "richtig was los" sein; und "nach keinen zwei Minuten ist man mit dem Naturereignis per Du". Wobei das mit dem Naturereignis fast wörtlich zu nehmen ist, denn Österreichs Bienenretter ist laut eigener Darstellung "fast im Bienenstock aufgewachsen" (sein Taufpate war Imker). Schnell geht's beim twitternden Agrarökonomen auch, denn "wenn mir etwas einfällt, dann muss das einfach raus". Seinen berühmtesten Tweet ("Who the hell is Cameron?") hat er übrigens wieder gelöscht, auch ganz schnell.

Ein bunter Vogel aus Tirol ist er halt, "ein grüner Sozialdemokrat mit einem christlich-sozialen Wertefundament", wie er uns per Homestory wissen lässt. Chlorhühner und Klonfleisch u. Ä. lehne er übrigens ab.

Ganz wie die Krone. Die fährt gerade eine großangelegte Kampagne: gegen das Handelsabkommen mit den USA, gegen Chlorhühner, Klonfleisch u. Ä. (Renate Graber, DER STANDARD, 11.6.2014)

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