Eine Telefonzelle voller Bücher

10. Juni 2014, 19:06
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Wien soll mehr der niederschwelligen Minibibliotheken bekommen

Wien - In Zeiten von Smartphones, Laptops und Tablets haben Telefonzellen an Bedeutung verloren. Aus dem Stadtbild verschwunden sind sie noch nicht ganz. In Wien werden sie zu öffentlichen Bücherregalen umfunktioniert, so zum Beispiel in der Wohnhausanlage am Leberberg im elften Wiener Gemeindebezirk, wo seit 2011 eine solche Bücherkabine steht. Sie feiert dieser Tage ihren dritten Geburtstag - und nun sollen es mehr werden.

Nach Simmering kommt Favoriten dran: Am Dienstag wurde eine Bücherkabine in der Per-Albin-Hansson-Siedlung eröffnet. Sie steht dort den mehr als 17.000 Einwohnern zur Verfügung. Und wie funktioniert das öffentliche Bücherregal? Anrainer können Bücher sowohl entnehmen als auch neue dazugeben. Entstehen soll eine Art Minibibliothek, die mit Literatur der unterschiedlichsten Genres bestückt ist.

Ziel ist ein kostenfreier und niederschwelliger Zugang zu Bildung und Unterhaltung. Ein ähnliches Projekt - das allerdings ohne Telefonzellen auskommt - gibt in den inneren Bezirken. Der Künstler Frank Gassner eröffnete 2009 im siebenten Bezirk Wiens den ersten offenen Bücherschrank. Weitere Projekte folgten im neunten und im 16. Bezirk. (rwh, DER STANDARD, 11.6.2014)

  • Alte Telefonzellen werden umfunktioniert.
    foto: susanne meitz/wohnservice wien

    Alte Telefonzellen werden umfunktioniert.


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