Bonität heimischer Banken in Gefahr

10. Juni 2014, 17:50
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Die geplante Gläubigerbeteiligung an der Hyposanierung beschert den heimischen Banken einen negativen Kreditausblick

Wien/Klagenfurt - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) senkt den Ausblick für sieben Banken auf negativ. Das "CreditWatch" von Standard & Poor's lautet nun für die Erste Group, Raiffeisen Zentralbank und Raiffeisen Bank International, KA Finanz sowie für die Hypo Niederösterreich "A/Watch Neg/A1". Für die UniCredit Bank Austria benennt S&P ein "A-/Watch Neg/A-2".  Die Hypo selbst wird von S&P nicht geratet.

Dass Hypo-Gläubiger möglicherweise mit landesgarantierten Anleihen an der Sanierung der Hypo Alpe Adria beteiligt werden wird von S&P als Zeichen gewertet, dass Österreich nicht mehr voll hinter seinen Banken steht.

Die Bundesregierung will am Mittwoch ein Gesetz vorschlagen, mit dem unter anderem Besitzer landesgarantierter Anleihen an der Sanierung der Hypo beteiligt werden. Wenn es dazu kommt, drohe auch eine Absenkung der Ratings für Gebietskörperschaften, hat bereits der Kurier berichtet. Das könnte die Zinsenlast in Österreich erhöhen. (red, derStandard.at, 10.6.2014)

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