Jahrelang umstrittenes Rembrandt-Porträt für echt erklärt

10. Juni 2014, 17:39
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Der Wert wird auf 37 Millionen Euro geschätzt

Cambridge - Wissenschafter des Hamilton-Kerr-Institutes im britischen Cambridge haben ein lange Zeit umstrittenes Selbstporträt des niederländischen Malers Rembrandt für echt erklärt. Die Forscher in Cambridge hätten das Bild im Besitz des britischen National Trust restauriert und die Signatur des Künstlers analysiert, teilte das Institut am Dienstag mit.

Anhand der Unterschrift, aber auch über das Material des Rahmens, die Farbkomponenten und die Pinseltechnik stellten sie nach eigenen Angaben fest, dass Rembrandt das Werk aus dem Jahr 1635 selbst gemalt haben müsse. Der Wert des Kunstwerkes wird auf 30 Millionen Pfund (37 Mio. Euro) geschätzt. Die Witwe eines großen britischen Investmentunternehmers hatte das Gemälde nach ihrem Tod 2008 dem National Trust hinterlassen. Dieser hatte das Bild bereits im vergangenen Jahr von einem Spezialisten untersuchen lassen, der ebenfalls Echtheit attestiert hatte.

Über Jahrzehnte hatten Experten die Echtheit des Bilds immer wieder bezweifelt. Da sie einige Teile nicht für vollendet genug hielten, glaubten Kritiker, dass ein Schüler Rembrandts das Bild gemalt habe. Als Rembrandt das Gemälde fertigstellte, war er den Erkenntnissen zufolge 29 Jahre alt und lebte in Amsterdam. Er trägt darauf einen schwarzen Umhang, eine Federmütze sowie das Kragenstück einer Ritterrüstung. (APA, 10.6.2014)

  • Ein umstrittenes Rembrandt-Porträt wurde nun für echt erklärt.
    foto: ap/steven haywood/national trust

    Ein umstrittenes Rembrandt-Porträt wurde nun für echt erklärt.

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