Fünf NATO-Soldaten in Afghanistan durch eigenen Beschuss getötet 

10. Juni 2014, 15:26
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Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen vor Präsidenten-Stichwahl am Samstag 

Kabul - In der südafghanischen Provinz Sabul sind nach Polizeiangaben fünf ausländische Soldaten durch den Beschuss von ISAF-Hubschraubern getötet worden. "Die ISAF-Soldaten waren auf dem Rückweg von einem Einsatz, als Aufständische sie angriffen", sagte der örtliche Polizeichef Ghulam Sakhi Roghlewai am Dienstag. "Der Luftangriff traf aus Versehen die eigenen Einsatzkräfte und tötete die Soldaten."

Auch die Taliban erklärten, ihre Kämpfer hätten in der Region ISAF-Soldaten angegriffen. Daraufhin hätten ISAF-Hubschrauber eingegriffen und dabei die Soldaten getötet. Nach Angaben der Armee wurde auch ein afghanischer Soldat getötet und ein weiterer verletzt. Seit Montag kämpfen die ausländischen Soldaten in der Region an der Seite afghanischer Truppen gegen Aufständische.

Keine Angaben zum Hintergrund

Die ISAF-Schutztruppe bestätigte den Tod von fünf Soldaten in der Provinz Sabul, machte aber keine Angaben zum Hintergrund der Todesfälle oder zur Nationalität der Opfer. Insgesamt hat die ISAF der NATO noch rund 52.000 Soldaten aus mehr als 40 Ländern in Afghanistan stationiert. Bis Ende des Jahres soll ein Großteil der Kampftruppen abgezogen werden. Eine internationale Ausbildungs- und Unterstützungsmission soll das Land in den folgenden Jahren jedoch weiter stabilisieren.

Die Sicherheitsvorkehrungen in Afghanistan sind vor der Präsidenten-Stichwahl am Samstag noch einmal verschärft worden. Der als Favorit geltende frühere Außenminister Abdullah Abdullah war am Freitag nur knapp einem Bombenanschlag entgangen. (APA, 10.6.2014)

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