Vorarlberg fehlen 530 Pflegekräfte

10. Juni 2014, 12:04
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Ausbildungsplätze müssen deutlich aufgestockt werden

Bregenz - Bis 2030 werden in Vorarlberg 530 mehr Pflegemitarbeiter im gehobenen Dienst für den Akut- und Langzeitbereich benötigt, bei den Pflegehilfen bzw. Fachsozialbetreuern für Altenhilfe sind es sogar 730. Das berichteten die "Vorarlberger Nachrichten" am Dienstag unter Berufung auf eine Bedarfserhebung der Gesundheitsabteilung des Landes. Demzufolge steige auch der Bedarf an Ausbildungsplätzen.

65 zusätzliche Ausbildungsplätze pro Jahr im gehobenen Pflegedienst, 25 für den Bereich der Pflegehilfen prognostiziere die neue Bedarfserhebung des Landes. Erst mit diesen Mengen könne der anstehenden Pensionierungswelle in den Pflegeberufen und der demografischen Entwicklung der Bevölkerung entgegengewirkt werden. Ab 2018 könne Vorarlberg den Mehrbedarf bereits decken, sagte Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP) gegenüber der Tageszeitung. Bereits jetzt zeige die begonnene Aufstockung der Ausbildungskapazitäten in den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen in Bregenz, Feldkirch und Rankweil Wirkung.

Hoffnung setzte der Gesundheitslandesrat in die neue Berufsgruppe der Pflegefachkraft, die es nach der geplanten Neuausrichtung der Pflegeausbildung geben werde. Die Pflegefachkraft soll zwischen Pflegehilfe und Diplompflege angesiedelt sein und auch Tätigkeiten des gehobenen Dienstes eigenständig übernehmen können. Damit hofft Bernhard das Fehlen von qualifizierten Mitarbeitern im gehobenen Dienst der Pflegeheime wettmachen zu können. (APA, 10.6.2014)

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