Uni Wien plant Stiftungsprofessur für jiddische Sprache

10. Juni 2014, 11:54
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Interdisziplinäre Professur soll die jiddische Sprache und ihren Einfluss auf Literatur, Kunst, Musik und Politik erforschen

Wien - Die Uni Wien plant die Einrichtung einer interdisziplinären Stiftungsprofessur für jiddische Sprache und Jiddistik. Wunschtermin für den Start ist 2015. Derzeit arbeite ein Proponentenkomitee, dem auch Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinden angehören, an der Einwerbung  finanzieller Mittel, heißt es in einer Aussendung. Am 17. Juni soll das Projekt im Rahmen einer "Epstein Vorlesung" im Palais Epstein, einem Nebengebäude des österreichischen Parlaments, präsentiert.

Die Federführung liegt beim Institut für Judaistik. Zudem beteiligen sich laut Uni auch die Institute für Germanistik, Osteuropäische Geschichte und Slawistik. Im Rahmen der Professur soll nicht nur das Jiddische selbst gelehrt werden, das mit Begriffen wie Haberer, Ganove, Pleite oder Reibach in viele Sprachen eingegangen ist. Ziel ist auch, die Prägung von österreichischer wie europäischer Literatur, Kunst, Musik und Politik durch das Jiddische über die Jahrhunderte zu erforschen.

Als "Sinnbild für die integrative Kraft einer Kultur", die sich durch Begegnung mit dem Anderen beständig verändert habe, sei das Jiddische außerdem "Vorbild einer vieldimensionalen und offenen Kultur", heißt es in der Einladung zur Projektpräsentation.

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