NSA-Whistleblower Drake: "Deutschland bräuchte eigenen Snowden"

10. Juni 2014, 08:01
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Deutsche Bundesnachrichtendienst weiß mehr, als Führung zugibt

Der deutsche Bundesnachrichtendienst weiß nach Überzeugung des US-Geheimdienstexperten Thomas Drake wesentlich mehr über die Aktivitäten der amerikanischen Dienste als seine Führung zugibt. "Deutschland bräuchte einen eigenen Snowden - einen BND-Insider, der mal auspackt", sagte der frühere NSA-Mitarbeiter der "Berliner Zeitung" (Dienstag).

Zeuge im NSA-U-Ausschuss

Drake hatte selbst zur Führungsebene der National Security Agency gehört, ehe er 2001 ausstieg. Dem Bericht zufolge ist er als einer der ersten Zeugen in den Bundestags-Untersuchungsausschuss zur Spähaffäre geladen.

Snowden soll nicht in USA

Den Informanten Edward Snowden, der die massenhafte NSA-Überwachung öffentlich gemacht hatte, warnte Drake davor, in die USA zurückzukehren und sich dort den Behörden zu stellen. "Er würde keinen fairen Prozess kriegen, sondern vor einem Scheingericht landen", sagte er der Zeitung. (APA, derStandard.at, 10.6.2014)

  • Der deutsche Bundesnachrichtendienst wisse laut NSA-Whistleblower mehr, als die Regierung zugebe
    foto: apa/dpa/jansen

    Der deutsche Bundesnachrichtendienst wisse laut NSA-Whistleblower mehr, als die Regierung zugebe

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