Tote bei Anschlägen vor afghanischer Präsidentenwahl

9. Juni 2014, 22:43
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Militäreinsatz sollte Sicherheitslage vor Wahl am kommenden Sonntag verbessern

Kabul - Bei der Erstürmung eines Provinzgerichts in Ostafghanistan sind die drei bewaffneten Angreifer von Sicherheitskräften getötet worden. Ein Polizist sei bei dem Anschlag am Montag in der Stadt Jalalabad verletzt worden, sagte der Sprecher des Provinzgouverneurs, Ahmad Sia Abdulsai.

Während eines anderen Anschlags von Selbstmordattentätern auf einen Polizeiposten in der ostafghanischen Provinz Nangarhar wurden ebenfalls am Montag die drei Angreifer und ein Polizist getötet. Ein weiterer Polizist sei verletzt worden, 25 Autos seien in Flammen aufgegangen, teilten die Behörden mit.

Militäreinsatz

Der erste Attentäter sprengte sich demnach am Eingang des Geländes im Bezirk Behzud in die Luft, um den anderen beiden den Weg freizumachen. Dabei sei der Polizist ums Leben gekommen. Die zwei anderen Attentäter seien dann von Sicherheitskräften getötet worden. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

In Kunduz töteten afghanische Sicherheitskräfte bei einem rund dreiwöchigen Militäreinsatz mindestens 30 Taliban. 40 weitere seien verletzt worden, sagte der Polizeichef der Provinz Kunduz, Ghulam Mustafa Mohseni, am Sonntag. Unter den Toten sei auch ein Taliban-Kommandant. Die Aufständischen seien in den vergangenen 20 Tagen während einer Militäroperation im Distrikt Dasht-e-Archi getötet worden.

Der Einsatz sollte die Sicherheitslage vor der Stichwahl zum Präsidentamt am kommenden Samstag verbessern. Die Taliban haben bereits angekündigt, die zweite Wahlrunde mit Anschlägen stören zu wollen. Die Islamisten forderten die Menschen auf, den Wahllokalen fernzubleiben. Die Wahl ist die letzte, bevor der Kampfeinsatz der NATO-geführten Schutztruppe ISAF in Afghanistan zum Jahresende ausläuft. (APA, 9.6.2014)

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