Wolfram Höll gewinnt Mülheimer Dramatikerpreis

9. Juni 2014, 22:00
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Österreicher Schmalz war mit "am beispiel der butter" dabei

Mühlheim/Ruhr - Den renommierten Mülheimer Dramatikerpreis hat in diesem Jahr der deutsche Autor Wolfram Höll gewonnen. Der 1986 geborene Schriftsteller wurde für sein Stück "Und dann" ausgezeichnet. Am frühen Pfingstsonntag wählte die Jury Höll mit drei von fünf Stimmen. Unter den Nominierten befand sich auch der Grazer Autor Ferdinand Schmalz mit seinem Schauspiel "am beispiel der butter".

In "Und dann" berichtet Höll von einem schweren Verlust. Ein Kind erzählt, dass seine Mutter auf einmal nicht mehr da war - da die Geschichte in der DDR spielt, ist kaum zu entscheiden, ob die Mutter gestorben oder geflohen ist. Mit diesem Stück setzte sich der Jungautor knapp gegen den Deutschen Rene Pollesch durch, der für sein "Gasoline Bill" zwei Stimmen verbuchen konnte.

Der seit 1976 vergebene Dramatikerpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen für Stückeschreiber. Ein Auswahlgremium hatte 99 Uraufführungen dieser Spielzeit gesehen und sieben nach Mülheim eingeladen, unter ihnen bekannte Theaterleute wie Pollesch und Helgard Haug & Daniel Wetzel (Rimini Protokoll).

Nachdem alle nominierten Stücke in den vergangenen drei Wochen in Mülheim präsentiert worden waren, wählte zum Abschluss der Theatertage die Jury in öffentlicher Diskussion den Dramatiker des Jahres. Der Mülheimer Dramatikerpreis ist mit 15.000 Euro dotiert. (APA, 9.6.2014)

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