Cyber-Kriminalität kostet laut Studie weltweit über 400 Mrd. Dollar

9. Juni 2014, 17:38
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 In Österreich beträgt der Schaden 0,41 Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Cyber-Kriminalität unter Ausnutzung von Kommunikationstechniken wie E-Mails und Internet richtet weltweit jährlich Schäden in Höhe von etwa 445 Milliarden Dollar an (rund 330 Milliarden Euro). Zu dieser Schätzung kommt eine am Montag veröffentlichte Studie des unabhängigen Center for Strategic and International Studies (CSIS).

1,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Gemessen an der Wirtschaftsleistung ist der Schaden in keinem anderen Land so hoch wie in Deutschland: Hierzulande betrage der Schaden 1,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Deutschland liege damit vor den Niederlanden (1,5 Prozent), den USA und Norwegen (je 0,64 Prozent) und China (0,63 Prozent). In Österreich beträgt der Schaden 0,41 Prozent des BIP. Allein in den USA, in China, Japan und Deutschland erreichten die Schäden eine Summe von etwa 200 Millionen US-Dollar.

"Cyber-Kriminalität hat für entwickelte Länder ernste Auswirkungen auf die Beschäftigung"

Ursache für die hohen Unterschiede zwischen einzelnen Ländern ist laut CSIS-Studie weniger ein schlechterer Schutz von Daten als eine intensivere Erfassung der Cyber-Verbrechen. "Cyber-Kriminalität hat für entwickelte Länder ernste Auswirkungen auf die Beschäftigung", warnte Jim Lewis vom CSIS. Der Studie zufolge gehen dadurch allein in der Europäischen Union etwa 150.000 Jobs jährlich verloren. Die Kostenschätzungen beinhalten auch die Schäden durch den Diebstahl persönlicher Informationen, die in der Studie auf weltweit 160 Milliarden US-Dollar veranschlagt werden. (APA, 9.6. 2014)

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