ISS sendet erstmals Video per Laserstrahl zur Erde

8. Juni 2014, 14:28
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Erheblich flotter als Übermittlung mittels Radiowellen - Extreme Präzision nötig

Mit rund 28.000 km/h kreist die Internationale Raumstation ISS um die Erde. In Kombination mit der Entfernung verlangt jegliche Übertragung von Daten zur Erde Präzisionsarbeit - und dauert entsprechend lange. Nun ist ForscherInnen der NASA in dieser Hinsicht ein Durchbuch gelungen.

Übermittlung

Zum ersten Mal wurde erfolgreich ein Video mittels Laserstrahl von der ISS an die Erde übertragen - im konkreten Fall an das Table-Mountain-Observatorium in Kalifornien. Das 30-sekündige Video brauchte dabei 2 Minuten und 28 Sekunden für die Übertragung. Die erzielte Spitzengeschwindigkeit lag bei 50 Mbit/s.

nasa jet propulsion laboratory

Die Daten seien dank des OPALS-System (Optical Payload for Lasercomm Science) somit rund viermal so schnell wie mit den sonst genutzten Radiowellen übermittelt worden, so die NASA. Zur Initialisierung der Verbindung wird dabei zunächst ein Leitstrahl von der Bodenstation zur ISS geschickt. Diesen Vorgang vergleichen die ForscherInnen mit dem Versuch ein menschliches Haar aus neun Metern Entfernung mit einem Laserpointer anzuvisieren.

Zielsetzung

Mit dem aktuellen Durchbruch sind die Tests rund um OPALS aber noch lange nicht abgeschossen. Das Projekt soll noch bis Ende Juli weiterlaufen. Langfristiges Ziel sei es, solcherlei optische Übertragungen für weiter entfernte Missionen in das Weltall zu nutzen. (apo, derStandard.at, 8.6.2014)

  • Per Laser Daten zur Erde schicken - das OPALS-System macht es möglich, wie diese Konzeptgrafik verdeutlichen soll.
    grafik: nasa

    Per Laser Daten zur Erde schicken - das OPALS-System macht es möglich, wie diese Konzeptgrafik verdeutlichen soll.

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